"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 02/Juli 2018
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Wir werden nie etwas wissen, wenn wir uns nicht auf den Weg machen. Das Gehen ist der Weg und das Ziel“. Gerda Lerner (1920 - 2013 ), gefunden in „Sophia Weisheiten“, Hg. in Marit Rullmann, Rüsselsheim 2004

Mittwoch, den 25. Juli 2018 (Freitag Vollmond sowie „Blutmond“ – Mondfinsternis)   

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2018

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Einladung zu unserer Jahresversammlung mit dem Besonderen Vortag in Mainz.
    Alles Weitere und bisheriges Programm.
  2. „Mutterschaft und Feminismus …“ Drei Forschungsarbeiten gefördert von der
     Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.
  3. Unsere Bitte um Spenden im Grün der Sommeräpfel


  4. Damenwahl – Die Kunst des Gedenkens – 100 Jahre politischer Frauenaufbruch – Wohin flog die Tomate? – Rituelle Kreistänze – Eine zeitgemäße Hexe - Liedrecital - Das Leben feiern  - Jubiläumsfest      
    Ausstellungen, Führungen, Lesungen, Gesang, Begegnungen, Seminare, Workshop in Frankfurt, Wiesbaden, Bonn, Köln, Malgarten/bei Osnabrück, Dresden, Unna, Berlin, Jena, Charlottenberg und Zürich
     
  5. Frauen auf Reisen – Was Frauen in der Ferne suchen
  6. Glückwünsche: 40 Jahre Frauenort und 35 Jahre Frauenlandhaus Charlottenberg,  35 Jahre Frauenmuseum Wiesbaden

„Die Kraft, die wir Frauen auf dem Weg zu uns selbst finden, indem wir unsren Hinter-Grund finden, ist unsere eigene Kraft, die wir unserem Selbst zurückgeben“. Mary Daly in „Gyn/Ökologie“, 5. erw. Auflage, München 1991, S. 71           

 

Zu 1.

Einladung zu unserer Jahresversammlung mit dem Besonderen Vortag  in Mainz am 29. und 30. September 2018  

Ort: Erbacher Hof, Grebenstr. 24, 55116 Mainz, Tel.:063131-257-0                                    
Eintreffen: ab Samstagmittag (Mittagessen ist möglich)   
Beginn:      14:30 Uhr mit einer Führung ab 15 h – s. unter Programm
Ende:          Sonntag, den 30. Sept. mit Mittagessen 13,15 Uhr.  

Programm am Samstag, den 29. September 2018 – Besonderer Vortag

13.15 – 14.00 
Mittagessen
14.30                Treffen zu 1. Führung im Heiligtum für Isis und Mater Magna ab 15 Uhr
15.30                 Treffen zu 2. Führung ab 16 Uhr (jeweils 25 Teilnehmende) 

18.00 – 19.00  Abendbrot       
19.30              
Treffen zur Verleihung des Marga-Mayer-Gedenkpreises an Christa Mulack
                         Laudatorin: Siegrun Laurent
                        
Zeit für Grußworte und mehr
                         Übergabe der Urkunde an Christa Mulack
                         Danksagung von Christa Mulack und Umtrunk
                         Zeit zum Austausch, auch zum Tanzen
                       
Sonntag, den 30. September Jahresversammlung ab 9,30 Uhr

Tagesordnung:
1 a. Begrüßung und Feststellung der rechtzeitigen Einladung
   b. Wahl einer Versammlungsleiterin
   c. Wahl einer Protokollantin
   d. Bericht der Vorsitzenden mit Kassen- bericht
   e. Aussprache  
2. Wahl einer Schatzmeisterin und Kassenprüferinnen 
3. Überlegungen zu 2019 – Ort der Tagung und mögliche Themen
4. Sonstiges

Ich freue mich, dass bei dieser JV Christel Göttert wieder einen Büchertisch anbietet. Danke.
Das Buch von Mariam Irene Tazi-Preve „Das Versagen der Kleinfamilie“ ist soeben leicht korrigiert und mit neuem Cover in 2. Auflage erschienen.
 


Zu 2.
„Mutterschaft und Feminismus…“ Drei Forschungsarbeiten und mehr, gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.  

  1. Cover Tapezierte Liebes-Reisen

    Tapezierte Liebes-Reisen.  Subjekt, Gender und Familie in Beziehungsräumen des  frühindustriell – bürgerlichen Wohnens von Katharina Eck, transcript – Verlag Bielefeld, 2018, 584 S. mit vielen sw. Abbildungen, 49,99€.

    In einer transdisziplinären Studie (Literatur – und Kunstwissenschaft) untersucht die Autorin die Geschlechter- und Paarbildungsdidaktiken in den Tapetenszenen – wie auch das ‚in richtigen Bahnen verlaufende’ Sexualitätsdispositiv – zusammen mit den Praktiken des Wohnens und der Geselligkeit um 1800“.
    Vorstellung des Verlags auf der Rückseite des Buchs. 







  2. Cover Theorien der VideokunstTHEORIEN DER VIDEOKUNST  Theoretikerinnen 1988 – 2003 sowie 2004 – 2018, Hg. Yvonne Spielmann, Marcel Odenbach und Slavko Kacunko, eva-edition im Logos Verlag, Berlin 2018, in zwei Bänden mit Beiträgen in Bd. 1 von 23, in Bd. 2 von 19 Autorinnen, zusammen ca. 1000 S., 49,00€/39,00€.

    „Mit Video arbeiten ist genauso eine politische Praxis wie Schreiben oder Bildermalen. Wo setzt man da die Trennung an zwischen Kunst und Politik? Da gibt es dieses berühmte Zitat von Ulrike Rosenbach: ’Video ist viel-leicht nicht kunsthistorisch belegt, aber politisch belegt.’ Überall, wo du mit Darstellung arbeitest, ist das Politische da, speziell für Frauen. Wir sind doch überall voll Darstellungspraktiken umgeben, die uns kaputt machen oder verobjektivieren. Wenn du selbst damit arbeitest, wirst du es vermeiden, in eine solche Praxis hineinzugeraten. Als Frau überlegst du dir hundert Mal, wie kannst du eine Frau abfilmen, abbilden“.  
    Zitat von Anna Steininger, Wien, im Beitrag von Karin Bruns und Claudia Richarz, Bd. 1, S. 137..
  3. Cover Reusch Emanzipation undenkbarEmanzipation undenkbar?  Mutterschaft und Feminismus von Marie Reusch, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster, 2018, 206 S., 25€.

    „Entgegen dem vorherrschenden Eindruck, den man bei Konsultation des akademischen Feminismus bekommt, erweist sich der „Fall Mutterschaft“  nicht so hoffnungslos. Mutterschaft ist, wie jegliches gesellschaftliches Phänomen, eingebunden in das, was ich in diesem Buch das „Spannungsgefüge von Herrschaft und Emanzipation“ nenne. Es ist eine soziale Konstruktion, die veränderbar ist. Um Veränderungen zu erreichen, braucht es jedoch Deutungen, die nicht nur auf der Negativfolie patriarchaler Konzepte von Mutterschaft entstehen“. S.163/164




Unsere Bitte um Spenden im Grün der Sommeräpfel ☺ 
Nur dank Spenden wird feministische/matriarchale Frauenforschung sichtbar.

 

Zu 3.
Damenwahl – Die Kunst des Gedenkens – 100 Jahre politischer Frauenaufbruch – Wohin flog die Tomate? – Rituelle Kreistänze – Eine zeitgemäße Hexe - Liedrecital -
Das Leben feiern  - Jubiläumsfest
Ausstellungen, Führungen, Lesungen, Gesang, Begegnungen, Seminare, Workshop in Frankfurt, Wiesbaden, Bonn, Köln, Malgarten/bei Osnabrück, Dresden, Unna, Berlin, Jena, Charlottenberg und Zürich

  1. Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht. Ausstellung vom 30. 8. 2018 – 20.1. 2019 Historisches Museum Frankfurt/M. Saalhof 1, 60311 Ffm. Geöffnet: Di. – Fr. 10 – 18 h, Mi 10 – 21 h, Sa./So. 11 – 19 h. Tel.: 069/212 35599, www.historisches-museum-frankfurt.de 

  2. 100 Jahre politischer Frauenaufbruch – Vom Frauenwahlrecht zum Minister-
    innenamt
    – vom 6. Okt. bis 4. Nov. im Frauenmuseum Bonn, Im Krausfeld 10, www.frauenmuseum.de , Tel.: 0228 – 69 13 44, geöffnet Di -Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr.    

  3. Rot - Schwarze Göttinnenkräfte  rituelle Kreistänze zum Spätsommer mit Ziriah Voigt und Barbara Brosch  31. Aug. – 2. Sept. im Malgarten bei Osnabrück. Infos u.  Anmeldung: www.kanu-wandern-frauengeschichte.de Tel.: 05461/996997 Barbara Brosch.

  4. Die Kunst des Gedenkens - *Alice Salomon (1872 – 1948), Arbeiten der Künstlerin DESSA. Ausstellung vom 2. Sept. – 10. Februar 2019 im frauen museum wiesbaden, Wörth- Straße 5, 65185 Wiesbaden, Tel.: 0611 – 308 1763, www.frauenmuseum-wiesbaden.de  
    Geöffnet: Mi, Do, Sa., So. von 12 – 17 Uhr. Vernissage am 2. Sept. mit der Künstlerin 
    * Alice Salomon war Sozialreformerin, Pädagogin, Feministin, Ökonomin und Pazifistin.

  5. Wohin flog die Tomate? Beginn und Entwicklung der autonomen Frauenbewegung bis zu aktuellen Feminismen heute, mit Ina Hoerner, Irene Franken und Muriel Gonzales am Fr. 14. Sept. um 19,30 VHS – Forum Köln, im Museum am Neumarkt, Cacilienstr. 29 – 33,  50676 Köln, organisiert vom Kölner Frauengeschichtsverein, Tel.: 0221 – 24 82 65, www.frauengeschichtsverein.de

  6. Eine zeitgemäße Hexe – Frauen und Gesundheit Eine Lesereise mit Rina Nissim im September nach Jena (17.9), Erfurt (18.9.); Wiesbaden (19.9.), Leipzig (20.9.); Dresden (23.9.), Hannover (24.9.), Berlin (27.9.) Hier Hinweise auf das Frauenzentrum TOWANDO Jena e.V., Wagnergasse 25, 07743 Jena, Beginn 19 Uhr und auf das Frauen – und Mädchen-gesundheitszentrum MEDEA, Priesnitzstr. 55, 01099 Dresden, Beginn 19 Uhr. Für alle ande-ren Städte Infos bei Christel Göttert, Tel.: 06142 – 59844, www.christel-goettert-verlag.de

  7. Liedrecital – Lieder von Komponistinnen mit der Sopranistin Miriam Alexandra am 7. 9. im Nicolahaus Unna, Nicolaistr. 3, 59423 Unna, mit Liedern von Pauline Viardot und Clara Schumann, Beginn 20 Uhr, am 23. 9. in der Mendelsohn Remise, Jägerstr. 51, 10117 Berlin mit Liedern von Pauline Viradot, Beginn 17 Uhr. www.miriam-alexandra.de

  8. Das Leben feiern – mit den Earth Drummers  am 25. August von 15 – 17,30 Uhr am Labyrinthplatz, CH- 8000 Zürich. www.labyrinthplatz.ch, Tel.: 055 – 246 11 10.
    Mit dem Rhythmus der Trommel singen wir Lieder aus allen Himmelsrichtungen und vielen Traditionen, für alle Wesen dieser Erde und für Frieden und Freiheit.“

  9. Jubiläumsfest in Charlottenberg zur Feier 40 Jahre Frauenort
    sowie 35 Jahre Frauenlandhaus Charlottenberg vom 10. bis zum 12. August 2018.
    Am 11. August gibt es einen Workshop mit Antje Schrupp
    Affidamento. Eine weibliche politische Praxis.“ 10-12,30 h und 13,30 – 15,30 h.
    Dazu bitte anmelden. Weitere Infos: www.frauenlandhaus.de
    Tel.: 06439/7531, Holzappeler Str. 3, 56379 Charlottenberg. Siehe auch Punkt 5.


Zu 4.

Frauen auf Reisen Was Frauen in der Ferne suchen - „Traut euch, es lohnt sich!“
Dieses und noch viel mehr zu lesen in der aktuellen MATHILDE, das unabhängige  Frauenmagazin aus Darmstadt, Heft 154, Ausgabe Juli/August 2018 für nur 2,80€, Tel.: 06151/5995741, www.mathilde-frauenzeitung.de 

 

Zu 5.

Glückwünsche: 40 Jahre Frauenort und 35 Jahre Frauenlandhaus Charlottenberg,
35 Jahre Frauenmuseum Wiesbaden.

Wir Vorstandsfrauen gratulieren zu so viel DurchhaltevermögenJ
Wir wünschen euch noch viele, viele gute Jahre voller Tatkraft und Ideen.  
 
             

„… Frauen, die jetzt schlafen, werden bald erwachen
Und dahin gehen, wohin sie immer wollten“.
Zweiter Satz der 2. Strophe des Lieds:
„Der Tag wird kommen, da die Berge sich bewegen…“ (Lotta Continua/Yosano Akiko)

„Mit der Verabschiedung alter – häufig vertrauter – Bilder weiblichen Seins entsteht eine Freiheit, die von Frauen auch als angst machend erlebt werden kann. Sie fürchten ihre Entwurzelung und damit eine noch stärkere Verunsicherung als bisher. Schließlich sind sie an die alten Bilder gewöhnt, und auch Gewohnheiten vermögen ein Stück Sicherheit zu bieten. In Wirklichkeit geht es aber darum, sich bewusstzumachen, dass wir nicht erst durch die Verabschiedung alter Vorstellungen entwurzelt werden, sondern es seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden längst ist. Für viele ist es weniger schmerzhaft, dies endlich zur Kenntnis zu nehmen und sich in angemessener Weise zu diesem Faktum zu verhalten, als sich in vielfältigen Anpassungsversuchen weiterhin seelisch verbiegen zu lassen.“
(Christa Mulack in „Die Wurzeln weiblicher Macht“ , München 1996, S. 11


"...Die Stärke der Frauenbewegung liegt in ihrer Vielfalt“. (Gerda Weiler, 1994, S. 316)


Ich wünsche euch/Ihnen eine ertragreiche Schnitterinnenzeit (Lammas Fest) sowie Freude am Kräuterfest.


                          

Herzliche Grüße                                                  Gudrun Nositschka

 

Rundbrief Juli 2018 (pdf)

 

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