"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 01/März 2017
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Und mir wurde klar, dass eine ganze Reihe von Individuen hart daran gearbeitet haben und es auch heute noch tun, damit es so aussieht, als sei das Patriarchat ein Naturgesetz, so alt wie die Zeit“.
(Carol Lee Flinders, geb. 1943) Zitat aus Band 1 „Als alle Menschen Schwestern waren“,
Rüsselsheim 2006, von Irene Fleiss (1958 – 2008)

Donnerstag, den 30. März 2017 (Beginn des zunehmenden Frühlingsvollmonds)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 1. Informationsbrief im Jahr 2017  

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Ankündigung unserer Tagung in Berlin vom 29. 9. – 1. Okt. 2017
    mit Wahlversammlung
  2. „… Die nackte Wahrheit“ Fünf Forschungsarbeiten und mehr,
    gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden
  3. Unsere Bitte um Spenden im leuchtenden Narzissengelb

  4. Eine Frau wie ein Vulkan – Katharina von Bora – Feministische Mutterschaft – Labyrinthisches – Ich bin eine Kämpferin – Friedliche Gesellschaften stellen sich vor – „Kräht ja doch kein Hahn nach mir!?“ – Exkursion zu Hildegard von Bingen
    Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Vortragsreihe in Bad Oldesloe, Bonn, Jena, Köln, Mainz,  Wiesbaden und Zürich   
  5. Ein Mehr an Feminismus - Frauen in der Musik – Mythische Bäume
  6. Ehrungen: Brigitte Siegel, Annette Kuhn, Luise Pusch, Irene Franken
  7. Glückwünsche an Christel Göttert

 

„Die Göttin beflügelt die Kreativität von Frauen. Sie macht uns Mut, in die Öffentlichkeit hineinzuwirken und das patriarchale Bewußtsein zu überwinden. Sie entzieht dem männlichen Allmachtsanspruch seine Legitimationsgrundlage.“
Gerda Weiler in „Ich brauche die GÖTTIN“. 1990, Neuauflage Königstein, 1997    

 

Zu 1.
Ankündigung unserer Tagung vom 29. 9. – 1. 10. 2017 in Berlin  mit Wahlversammlung. Das Thema der Tagung „Das Patriarchat hinter sich lassen“ feministische/matriarchale Überlegungen. Als Referentinnen bzw. Wirkshopleiterinnen wirken bisher mit:
Claudia v. Werlhof, Li Shalima, Anja Flach (feministische Ethnologin), Annette Rath-Beckmann und zwei Trainerinnen für gewaltfreie Kommunikation. Angefragt habe ich auch Frigga Haug.             
Das fertige Programm versende ich im Juli. Zur Übersicht für wie viele Personen ich im Gästehaus ver.di reservieren soll (EZ plus Frühstück 70,50€, DZ plus Frühstück 55,50€ pro Person und Übernachtung, Mittag sowie je Abendessen 15,50€, Kaffe u. Kuchen 5,20€)  bitte ich um Anmeldungen.

 

Zu 2.
„… Die nackte Wahrheit“ - Fünf Forschungsarbeiten und mehr, gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden

  1. CoverBiographie Marie Luise Hilgers - Frederike Misselwitz

    Marie Luise Hilger – Zum Leben und Wirken einer Arbeitsrechtlerin im  20. Jahrhundert. Dissertation von Frederike Misselwitz, Nomos Verlag Baden-Baden, 2016, Bd. 5 Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund e.V., 787 S., 58€.
    „Marie Luise Hilgers Biographie berührt Grundfragen des Arbeits- und Sozialrechts auf der einen und Geschlecht und Recht auf der anderen Seite. Sie ist ein wertvoller Beitrag zur Frauenforschung und gibt einer frühen Juristin ein Gesicht, gegen das Vergessen“.  Aus dem Geleitwort von Ramona Pisal, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V.
     





  2. Cover Pathenheimer Filmfotografin bei der DEFAPathenheimer: Filmfotografin bei der DEFA. Ein Wort/Bild Katalog als Femmage an Waltraut Pathenheimer zum 85. Geburtstag in 2017 und zur Ausstellung in Potsdam bis Februar 2017. Hg. Anna Luise Kiss/Dieter Chill, Ch. Links Verlag, Berlin, 199 S., 20€. „Waltraut Pathenheimer war die erste Stand- bzw. Filmfotografin im DEFA Studio… Es war also immer wieder auch ein weiblicher Blick, der ganze Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern dazu bewegte, ins Kino zu gehen…“ 


     
  3. Cover Chava Pressburger

    Chava Pressburger – Bilder, Papierarbeiten, Skulpturen. Zum Leben und Werk der Künstlerin, von Ilka Wonschik, Hentrich&Hentrich Verlag Berlin, 2016, 178 S., 100 Abb., viele in Farbe, 24,90€. „Als Künstlerin ist es immer so wie bei allen Künstlern – der Versuch, das Unsagbare auszudrücken. Themen, die mich besonders beschäftigen, sind das menschliche Leid und der Hass. So wie in der Shoah oder wie sie heute, in Zeiten des Terrors, zum Ausdruck kommen. Aber auch die Themen, Glaube und Hoffnung, die habe ich nie aufgegeben.“ Zitat der Künstlerin, geb. 1930 in Prag.




       

  4. Cover SCHNIZTLERS >>FRÄULEIN ELSE<< UND DIE NACKTE WAHRHEITSCHNIZTLERS >>FRÄULEIN ELSE<< UND DIE NACKTE WAHRHEIT
    Novelle, Verfilmungen und Bearbeitungen, Alexandra Tacke, Böhlau-Verlag, Köln, Bd. 67 der Reihe: Literatur-Kultur-Geschlecht, 238 S., 35€.
    „Die Frage, ob die popfeministischen Selbstentblößungen ein emanzipatorischer Befreiungsakt sind oder doch nur patriarchale Strukturen affimieren, wird dabei ähnlich kontrovers diskutiert wie in der Forschung zu Fräulein Else. Als verstörend wird dabei nicht nur die Nacktheit als solche empfunden, sondern auch der gezielte Einsatz von Schönheit…“




     
  5. Das winzige Stückchen Blau – erzählt von der Künstlerin Charlotte Salomon.
    Im südfranzösischen Exil malte Charlotte ihre Lebensgeschichte mit Texten und Liedern. 1943 wurde sie in Auschwitz ermordet – 26 Jahre jung und schwanger. In diesem Jahr wäre die Künstlerin 100 Jahre alt geworden. Eine szenisch-musikalisches Stück mit Susanne Dieterich, Karin Leyk, Birgit Pracht. Termine und Ort: Köln, Orangerie – Theater, Volks- gartenstr. 25, Tel.: 0221-952 27 09, www.orangerie-theater.de vom 19. – 22. 4. 2017 jeweils 20 h 

Unsere Bitte um Spenden im leuchtenden Narzissengelb ☺ 
Nur dank eurer/Ihrer Spenden wird feministische/matriarchale Frauenforschung sichtbar. 
Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung in Deutschland benötigen Sie die IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
Hinweise – auch fürs Ausland - dazu unter Kontakt

 

„Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.“
(Gerda Lerner, 1920 - 2013)


Zu 3.
Eine Frau wie ein Vulkan – Katharina von Bora – Feministische Mutterschaft – Labyrinthisches – Ich bin eine Kämpferin – Friedliche Gesellschaften stellen sich vor – „Kräht ja doch kein Hahn nach mir!?“ – Exkursion zu Hildegard von Bingen   
Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Vortragsreihe in Bad Oldesloe, Bonn, Jena, Köln, Mainz,  Wiesbaden und Zürich

  1. Eine Frau wie ein Vulkan -  die Frauenrechtlerin Luise Zietz
    Vortrag von Marina Spillner am 27. April um 19 Uhr im Bella Donna Haus,
    23843 Bad Oldesloe, Bahnhofstr. 12. Tel.: 04531 – 891 837. 

  2. Katharina von Bora – Von der Pfarrfrau zur Bischöfin – Das Frauenbild und Ehemodel in der Reformationszeit bis heute. Ausstellung bis zum 1. November 2017 im Frauenmuseum Bonn, Im Krausfeld 10, www.frauenmuseum.de , Tel.: 0228 – 69 13 44, geöffnet Di -Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr.

  3. Feministische Mutterschaft – Vortrag von Marie Reusch, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Marburg im Frauenzentrum Mainz am 2. Mai, 19h, Kaiserstr. 59-61, 55116 Mainz. Bitte anmelden unter fz@frauenzentrum-mainz.de oder Tel.: 06131 – 22 12 63  

  4. Labyrinthische(s) Tiefgang-Gespräche mit Rosmarie Schmid und Agnes Barmettler:
    Was jetzt die Welt bewegt, uns zwischenmenschlich am Herzen liegt, wollen wir gern gemeinsam mit interessierten Teilnehmenden zur Sprache bringen: diverse Standpunkte ein- nehmen, labyrintisch hinterfragen, besinnen, Zukunft säen am 21.4./19.5./14.7./ 18.8./ und am 20. 10. von 18.30 bis 20.30 Uhr am Labyrinthplatz CH – 8000 Zürich, www.labyrinthplatz.ch, Tel.: 055 246 11 10. Und am 6. Mai ab 13 Uhr Ortszeit ist der Welt-Labyrinth-Tag 

  5. „Ich bin eine Kämpferin“ – Frauenbilder der Niki de St Phalle sind noch bis zum 23. April im Museum Ostwall im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse 2, 44137 Dortmund zu sehen. Es werden auch ihre Aussagen zum Matriarchat gebrachtJ  

  6. Friedliche Gesellschaften stellen sich vor – Wie es sich in Mutterländern lebt
    Kongress&Fest in JENA vom 18. – 20. August, Altes Rathaus & Marktplatz. Organisiert u.a. von MatriaVal e.V. und  Frauenzentrum TOWANDO.
    Weitere Infos: Tel.: 069/95 50 70 31

  7. „Kräht ja doch kein Hahn nach mir“ – Komponistinnen, Stimmen der Frauen, Frauenstimmen/Mädchenchor Wiesbaden singt am Samstag, 24. Juni 2017 ab 19 Uhr Musik von Komponistinnen durch die Jahrhunderte, und es werden Texte von Frauen präsentiert. Eintritt frei!
    Frauenmuseum Wiesbaden, Wörthstr. 5. Tel.: 0611 – 308 17 63,
    www.frauenmuseum-wiesbaden.de
  8. Exkursion zu Hildegard von Bingen – Wissenschaftlerin, Komponistin, Äbtissin, Schriftstellerin, Prophetin, Kirchengelehrte. Der Kölner Frauengeschichtsverein lädt ein zum Samstag, den 6. Mai, 8.15 Uhr, Infopunkt, Hbf Köln. Bitte Verpflegung &feste Schuhe mit- bringen. Anmeldung erforderlich: Tel.: 0221 – 24 82 65
    www.frauengeschichtsverein.de

Zu 4.
Ein Mehr an Feminismus - Frauen in der Musik –  Mythische Bäume

  1. Ein Mehr an Feminismus – Die Philosophinnengemeinschaft Diotima geht mit neun Autorinnen der Frage nach, was Feminismus sei. Dorothee Markert hat die Einleitung von Diana Sartoris übersetzt und diese auf www.bzw-weiterdenken.de am 21. 3. veröffentlicht. Wie ich meine, sehr spannend. Frauen ohne Internetzugang schicke ich auf Nachfrage diese beiden Seiten ☺  
  2. Frauen in der Musik – Das nicht kommerzielle Frauenmagazin MATHILDE aus Darmstadt lässt unter dem Titel „Viva la Musica!“ Musikerinnen, Komponistinnen und Sängerinnen hochleben. „Der weiße Fleck auf der Landkarte der Musikgeschichte gewinnt an Farbe“. Nicht zu viel versprochen. Das Heft kostet 2,80€.
    www.mathilde-frauenzeitung.de

  3. Cover Mythische BäumeMythische Bäume – Kult und Sagen – Traditionelles Heilwissen – Überliefertes Handwerk. AutorInnen: Ursula Stumpf, Vera Zingsem und Andreas Hase. Kosmos Verlag, 238 S. mit vielen Bildern im Text, 29,99€.
    „Den Wurzeln von Bäumen vertrauten die Frauen früher vielerorts ihre Nachgeburt an. Zu Ehren von Neugeborenen pflanzen wir bis heute gerne einen frischen Schössling…“ Vera Zingsem

 

 

Zu 5.
Ehrungen: Brigitte Siegel, Annette Kuhn, Luise Pusch, Irene Franken

  1. Brigitte Siegel erhielt am 25. Nov. als Frau des Jahres 2016 im Kr. Euskirchen den Margaretha – Linnery –Preis in Anerkennung ihres langjährigen Engagements für Frauen und Mädchen vom AK Frauen Kr. Euskirchen verliehen.
    Laudatio für Brigitte Siegel (pdf)

  2. Annette Kuhn wurde am 3. Dez. 2016 von uns in Bonn geehrt. Auf der Urkunde steht: „Wir brauchen Frauen wie Annette Kuhn, die mit ihrer historischen Forschung und Lehre Frauengeschichte sichtbar macht. In Anerkennung ihrer langjährigen und unerschrockenen Arbeit verleiht ihr die Gerda-Weiler-Stiftung für feministische Frauenforschung e.V. den Marga-Mayer-Gedächtnis – Preis.“
    Laudatio für Annette Kuhn (pdf)
    Danksagung von Annette Kuhn (pdf)

  3. Luise Pusch erhielt am 12. Dez. 2016 den Luise-Büchner-Preis für Publizistik 2016
    in Darmstadt. Auszug aus der Begründung der Jury:
     „Als Wissenschaftlerin hat sie der Frauenbewegung mit der feministischen Linguistik
    grundlegende Erkenntnisse und unersetzliche Anregungen gegeben. Als Hüterin und
    Vermehrerin des Schatzes weiblicher Biografien ist sie zu einer Institution weiblichen
    Selbstverständnisses geworden.“
    Die Laudatio der Musikwissenschaftlerin Eva Rieger wird demnächst hier verlinkt.
    Dankesrede von Luise F. Pusch (pdf)

  4. Irene Franken wurde in Köln im Gürzenich als erste Frau mit der Alternativen Kölner Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet, „da sie in Köln Frauengeschichte sichtbar  gemacht hat“.
    Pressebericht des Kölner Stadtanzeigers vom 18.11.2016 (pdf)
    Link zum Kölner Stadtanzeiger Irene Franken - Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft

Wir gratulieren Brigitte Siegel, Annette Kuhn, Luise Pusch und Irene Franken zu diesen Ehrungen und freuen uns darüber.   


Zu 6.
Glückwünsche an die Verlegerin Christel Göttert, die in diesem Jahr das
25 –jährige Verlagsjubiläum feiern kann.
Wir gratulieren und wünschen Dir/euch weiterhin so viele gelungene Bücher wie bisher. ☺  

 

„Werft die Scheuklappen/Geistesbandagen ab. Greift nach den Sternen!“
(Mary Daly, 1928 - 2010)

 

Noch drei  Hinweise:

  1. Die FrauenBuchKritik Virginia, Nr. 60 Frühjahr 2017 ist da.
    www.aviva-verlag.de, Berlin u.a. mit meiner Besprechung zum Buch von Theresia Sauter-Bailliet „Matriarchale Spuren in Kolumbien“, Rüsselsheim 2015
  2. Bericht von Irene Tazi-Preve über den erlebten „Marsch der Frauen gegen Trump“ in Washington. Ihr Bericht auf https://www.mariamtazi-preve.com/deutsch/texte-zum-zeitgeschehen/womens-s-march/. 
    Die Autorin stellt am 4. 5. am 30. 5. in München, Barerstr. 70 um 20 h in der Frauenbuchhandlung Lillemors ihr neues Buch „Das Versagen der Kleinfamilie. Kapitalismus, die Liebe und der Staat“ vor.
  3. Bitte beim Umzug unbedingt die neue Adresse schicken☺.  Das hilft mir sehr.
     
Ich wünsche euch/Ihnen eine prachtvolle Frühlingszeit und bald einen Wonnemonat Mai ☺                          

Herzliche Grüße                         Gudrun Nositschka

 

Rundbrief März 2017 (pdf)

 

Sommerrot Juli 2016