"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 02/Juli 2016
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„…Frauen befreiten sich aus dem Gefängnis patriarchal verordneter Nur-Weiblichkeit, um an den angewandten Gebieten des männlichen Geistes teilzuhaben… Bald wurde vielen Frauen bewusst, dass sie ihren eigenen Weg aus dem Patriarchat suchen mussten…, nicht den männlichen Charakter zu imitieren und (so) die Welt noch patriarchaler zu machen als sie ohnehin schon ist“. Gerda Weiler im Vorwort „Der enteignete Mythos“, 1991/1996

Dienstag, den 19. Juli 2016 (Vollmond)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2016

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Einladung zur JV mit dem Besonderen Vortag – Ehrung von Annette Kuhn mit dem Marga-Mayer-Gedächtnispreis für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016 in Bonn  - siehe Seite 4
  2. „Wahrnehmung von Frauen“.  FeministischeFrauenforschung und Kunstausstellungen gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.
    Unsere Bitte um Spenden im im Rot des Hochsommers  

  3. Die Wilden Frauen in den Sagen – Das mythische Lied der Sontga Margriata – Wollen ist Können – „Mütterwand“ – „Wo ist Frau Orpheus?“ – Göttin Raetia – Frauenhistorische Rheinfahrt – Arbeitsmarkt 4.0 - Zukunftswerkstatt Matri-Arche
    Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Rheinfahrt, Tagung  in St. Gallen, Hittisau, Bad Schussenried, Wiesbaden, Graubünden, Köln, Bonn, Stuttgart  
  4. Sturm – Wut – Frauen. Der Weg der Künstlerin Ulrike Loos
  5. Glückwünsche: 25 Labyrinthplatz Zürich und Ehrung der Linguistin Luise Pusch
  6. Vormerken: Unsere Tagung 2017 in Berlin „Das Patriarchat hinter uns lassen“.

„In dem Maße, in dem die Weibliche Selbst vom Geist des Patriarchats besessen wurde, hat sie ihren Geist langsam ausgehaucht. Sie wurde ent-geistert, d.h. deprimiert, niedergeschla- gen, verlor ihre unabhängige Vitalität und Kraft. Im Verlaufe der Ent-Besetzung, der Be-Geisterung, bewegt sie sich aus der Reichweite des Passivs hinaus und beginnt, ihr eigenes Aktiv, ihre eigene Stimme zu hören, die ihr Selbst in einer Folge von schöpferischen Akten spricht. Und mit der Schöpfung ihrer Selbst schafft sie neuen Raum: semantische, kognitive, symbolische, psychische, physische Räume. Sie bewegt sich in diese Räume und findet dort Raum, um zu atmen, um weitere Räume zu eratmen“.  Mary Daly, Gyn/Ökologie, 1991

Zu 1.
Einladung zur JV mit dem Besonderen Vortag – Ehrung von Annette Kuhn mit dem
Marga-Mayer-Gedächtnispreis für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016 in Bonn 
Weitere Information unter 6. Vormerken

Zu 2.
„Wahrnehmung von Frauen“ – Feministische Frauenforschung u. Kunstausstellungen gefördert von der Gerda-Weiler-Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden

  1. Cover Gretchentragödien Marita Metz-Becker

    Gretchentragödien – Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert (1770-1870)
    Marita Metz-Becker, Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach, 2016, 254 S. 19,95€. Die hier vorgestellten Kindsmörderinnen sahen sich nicht in der Lage, Ihrem Kind eine Lebensperspektive zu eröffnen… Bereits als Kinder galten sie als unnütze Esser und wurden zum Arbeiten oder Betteln geschickt. Auf diese Weise hatten sie sich eine Überlebenskonstruktion geschaffen, die ein uneheliches Kind zu Fall gebracht hätte…“.  S. 215
     







  2. Cover Wahrnehmung von Frauen in westlichen und muslimischen GesellschaftenWahrnehmung von Frauen – Kunstausstellung von sieben Frauen im Rahmen des Hohen Friedensfestes in Augsburg vom 22. Juli bis 28. Oktober im Ev. Forum Annahof 4;
    mit zahlreichen Veranstaltungen.
    Geöffnet: Mo-Fr. 9 – 20 Uhr, Sa. 9 – 16 Uhr. Idee und Kuratorin ist Dr. Corina Toledo, www.frau-kunst-politik.de 



     


     


     
  3. Ausstellung Welcome to Futuristan

    Welcome to Futuristan – Feministische Räume in Kunst und Politik. Eine Ausstellung mit neun Künstelrinnen, zur Vorstellung der Arbeitsweise von 30 Jahre alpha  nova Et galerie futura.vom 6. bis 25. August 2016, Projektraum - Kunstquartier Bethanien,  Marianneplatz 2, 10997 Berlin (Kreuzberg) Geöffnet tgl. ab 7. 8. 14 – 19 Uhr.
    Eröffnung 6. August um 19 h. Infos unter www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de   

      

     




Unsere Bitte um Spenden im Rot des Hochsommers ☺ 
Nur dank eurer/Ihrer Spenden wird feministische/matriarchale Frauenforschung sichtbar. 
Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung in Deutschland benötigen Sie die IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
Hinweise – auch fürs Ausland - dazu unter Kontakt


Zu 3.
Die Wilden Frauen in den Sagen – Das mythische Lied der Sontga Margriata – Wollen ist Können – „Mütterwand“ – „Wo ist Frau Orpheus?“ – Göttin Raetia –    Frauenhistorische Rheinfahrt – Arbeitsmarkt 4.0 - Zukunftswerkstatt Matri-Arche  
Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Rheinfahrt, Tagung  in St. Gallen, Hittisau, Bad Schussenried, Wiesbaden, Graubünden, Köln, Bonn, Stuttgart

  1. Die Wilden Frauen in den Sagen. Vortrag von Sylke Zimpel, 26. August 19 Uhr
    Im MatriArchiv, St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, Notkerstr. 22 und
    Das mythische Lied der Sontga Margriata oder das Verschwinden des Weiblich-
    Göttlichen. Workshop mit Sylke Zimpel am 27. 8. von 10 – 13 Uhr, ebenda. Dazu ist eine Anmeldung erwünscht. Tel.: +41 (0) 58 229 23 38, www.matriarciv.info  

       
  2. WOLLEN ist KÖNNEN – für junge Menschen ab 5 J. jeden Donnerstag bis zum
    8. September von 10 – 12 Uhr im Frauenmuseum Hittisau, Austria. Ein kreatives Programm im Rahmen des Ausstellung „Ich am Gipfel. Eine Frauenalpingeschichte“, Kosten 5€ (Material). Anmeldung bis jeweils Mi 17 h, kulturvermittlung@frauenmuseum.at  +43 664 0721 312

  3. „Mütterwand“ -  Führung für Frauen mit Regina Golke und Nicola Poppe durch die Ausstellung „4000 Jahre Pfahlbauten“ in 884277 Bad Schussenried. Was erzählt uns die Mütterwand von der Weltanschauung und Kultur der Jungsteinzeitfrauen? Treffpunkt: Neues Kloster 1, Klostergebäude, am so. 18. Sept. 11.30 – 16.30 Uhr. Parkplatz vorhanden. Grup-penfahrten ab Tübingen Hbf. 9h, ab Stuttgart Hbf. 8.30h. Eintritt 14€, Führung u. Orga 21€, Fahrt mit Bahn 10€ anteilig. Info: www.reginagolke.de Tel.: 0711/7977421   

  4. „Wo ist Frau Orpheus?“ -  Ausstellung der Künstlerin Christine Rieck-Sonntag im Frauenmuseum Wiesbaden vom 25. Sept. bis 11. Dezember mit dem Einführungsvortrag am 25. 9. um 12 Uhr: Bulgarien, Rumänien, Ukraine – Die Wiege der europäischen Kultur?
    Öffnungszeiten: Mi & Do 10 – 17 Uhr, Sa&So 12-17 h, Wörthstr. 5. Tel.: 0611 – 3081763, www.frauenmuseum-wiesbaden.de  

  5. Göttin Raetia – Drei Tage in der Val Lumnezia, Graubünden vom 11. – 13. Sept. 2016
    „Auf Ausflügen und Besichtigungen zu den Kostbarkeiten von Frauen-Kultur-Geschichte unterwegs zu sein, bedeutet, noch Unbekanntes und Vergessenes wieder zu entdecken“. Anreise 10. Sept., Hotel Pellas in Vella. Ü mit Halbpension pro Tag in DZ SFR. 95,  EZ 105.   
    Referentin: Elisa Bolliger, CH – 5000 Aarau, Kursgebühr 3 Tage: SFr 90.- Anmeldung bei Referentin: Tel.: 062 823 03 54, Mail: elisa.bolliger@frauenkultur.ch 

  6. Frauenhistorische Rheinfahrt am frühen Sommerabend  Fr. 19. August 18.30 h
    Eine Reise auf der „Colonia 5“ durch verschiedene Jahrhunderte der Kölner Stadt- und Frauengeschichte, moderiert vom Kölner Frauengeschichtsverein. Treffpunkt Anlegestelle Hohenzollernbrücke Köln. Kosten 15€.
    Anmeldung erforderlich Tel.: 0221 – 24 82 65 www.frauengeschichtsverein.de
  7. Arbeitsmarkt 4.0 – Wie können Frauen profitieren? Ein Vortrag von Melanie Vogel am 26. August um 16 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Pionierinnen und Meilensteine der Frauenarbeit“ im Frauenmuseum Bonn bis 30. Okt. 2016. Ort: Im Krausfeld 10, Bonn. Öffnungszeiten: Di-Sa 14 – 18 h, So 11-18 h. Tel.: 0228 – 69 13 44, www.frauenmuseum.de
  8. Zukunftswerkstatt Matri – Arche – egalitäre Gesellschaften
    Lebenswerte Gesellschaften gestalten – Von der Hohlefelsnerin zur Generation Facebook, präsentiert von sieben Referentinnen für moderne Matriarchatsforschung.   
    Eine Tagesveranstaltung in Stuttgart, Museum am Löwentor, Rosensteinstr. 1 am Samstag 12. Nov. von 9,30 bis 18,15 Uhr, Einlass 9 Uhr. Tagungskarte 39€ bis 15.9., sonst 49€. Buchung/Kontakt: www.gabriele-kapp.de Tel.: 07022/250 282

Zu 4.
Cover Sturm-Wut-FrauSturm – Wut – Frauen. 
Der Weg der Künstlerin Ulrike Loos
in die matriarchale Welt von Dagmar Margotsdotter- Fricke. Auf der Suche nach Wegen aus dem Patriarchat trifft Ulrike Loos auf die Matriarchatsbewegung. Ein Doku- Film (DVD) 58 Min., Produktion tomult&töchter, 16€. Vertrieb Christel-Göttert – Verlag. Zu beziehen über jede (Frauen-) Buchhandlung oder beim Verlag, Tel.: 06142/59844.
Ulrike Loos hat einige unserer Tagungen mit ihren Bildern begleitet und uns erfreut.

 

 

Zu 5.
Glückwünsche: 25 Labyrinthplatz Zürich und Ehrung der Linguistin Luise Pusch

  1. Der Labyrinthplatz Zürich wird 25 Jahre alt. Dazu herzliche Glückwünsche. Gefeiert wird am 27. & 28. August. Infos zum Programm bald: www.labyrinthplatz.ch
    Mail: zuerich@labyrinthplatz.ch Tel: 055 246 11 10 (Ursula Knecht) und 044 788 49 313 (Cornelia Weber)

  2. Luise Pusch erhält im November den Luise-Büchner-Preis für Publizistik in Darmstadt. Wie schönJ Herzliche Glückwünsche und bitte noch viele Glossen beim Einsatz für eine frauengerechte Sprache!

Zu 6.
Bitte vormerken: Unsere Tagung 2017 in Berlin   

„Das Patriarchat hinter uns lassen“.  
Die drei TTT stehen fest: Termin 29. Sept. bis 1. Oktober 2017. Tagungsstätte:
ver.di – Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg in Berlin, Am Großen Wannsee.
Tagungsthema: „Das Patriarchat hinter uns lassen“ – Matriarchale/Feministische Ansätze.

„Wenn die Frau als Subjekt in der Kultur handelt, wird das Recht fordern, Maßstäbe zu setzen, die an ihren Lebenszusammenhängen gemessen werden.Sie wird einen grundlegenden Paradigmawechsel bewirken. Das befreite Bewusstsein der Frauen ist die Kraft, die den Sprung in eine metapatriarchale Zukunft vorbereiten und erleichtern wird“. (Gerda Weiler in „Ich brauche die Göttin“, 1997)

Einladung zur JV 2016 am 4. Dez. mit dem Besonderen Vortag am 3.Dez.
Ehrung von Annette Kuhn mit dem Marga-Mayer-Gedächtnispreis
für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016
Ort: Tagungs- und Gästehaus des CJD Bonn, Graurheindorfer Str. 149   

Ablauf:
Anreise      am 3. 12. – falls schon einen Tag früher wg. ggf. zusätzlicher Übernachtung
                   unbedingt bei mir anrufen.
14 – 15.30  Führung zu bedeutenden Frauen der Geschichte durch Mitarbeiterinnen des 
                   Hauses der Frauengeschichte Bonn www.hdfg.de              
16 – 16.30  Kaffee & Kuchen im Tagungshaus
17 – 18.30  Filmvorführung „Warum Frauen Berge besteigen sollten“ von Renate Keller
                   zum Leben und Wirken der Historikerin Gerda Lerner mit ihrem letzten
                   Interview. Anschließend Zeit zum Gedankenaustausch.
Danach       kalt-warmes Abendbuffet mit Tee und Tafelwasser
20h – offen Ehrung der Preisträgerin Annette Kuhn. Die Laudatio hält Dr. Uta c. Schmidt  
                    - FRAUENruhrGESCHICHTE. Das Drum und Dran gehört euch/Ihnen allen.

4. Dezember                  
bis 9 Uhr     Frühstück

9.30 Uhr      Beginn der Jahresversammlung 2016
                    mit Berichten der Vorsitzenden und Schatzmeisterin
                    Diskussion und Überlegungen zur Gestaltung der Tagung 2017

12.00          Mittagessen mit Suppe, Salatbuffet, Auswahl zwischen zwei Hauptgerichten,
                   eines davon vegetarisch, Dessert, Tischwasser.

Kosten für Übernachtungen, Essen und Teilnahmebeitrag
                  
                   Ü im DZ incl. Frühstück pro Person und Nacht 48,00€ 
                   Ü im EZ incl. Frühstück pro Nacht 65,00€
                   Mittagessen 12,90€; Kaffe& Kuchen 4,90€; Abendessen 10,90€
                   Teilnahmebetrag 20€

Ich bitte um Anmeldungen per Mail oder Telefon bis Ende Oktober, ebenso die Geldüberweisungen mit Vermerk: JV 2016  (Bitte selbst ausrechnen, evtl. anrufen)

Christel Göttert hat zugesagt, wieder einen Büchertisch zu präsentieren. Danke. Dort können auch Bücher, CDs und DVDs von TeilnehmerInnen angeboten werden.  

 

„Die Fragen der Frauen, der weibliche Blickwinkel und Standpunkt, ein auch die Erfahrungen der Frauen einschließendes Erklärungs- und Deutungsmuster sind bis in jüngster Zeit im allgemeinen Diskurs nicht berücksichtigt worden. Aber jetzt ist das Zeitalter der patriarchalen Hegemonie über die Kultur zu Ende...“ (Gerda Lerner in „Die Entstehung des feministischen Bewußtseins“, 1995)

Ich wünsche allen Freude am Sommer, ein schönes Kräuterfest und eine gute Erntezeit

Herzliche Grüße                         Gudrun Nositschka

 

Rundbrief Juli 2016 (pdf)

 

Sommerrot Juli 2016