"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 02/Juli 2019
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Frieden ist keine Utopie: Während 98 Prozent der Menschheitsgeschichte gab es keine Kriege.“ Zitat von Harald Meller, in der 3sat Wissenschaftssendung <Scobel> am 12.11.15,
auf S. 285 bei Doris Wolf:
Es reicht – 5000 Jahre Patriarchat sind genug, DEWE Verlag, Zürich 2019

„Wir müssen als Zivilisation nichts Neues lernen, um in Zukunft zu überleben, sondern uns nur an etwas Vergessenes erinnern“. Marija Gimbutas, zitiert von Doris Wolf, ebd.   

Samstag, den 20. Juli 2019  
                                      

Guten Tag und Holla - Hallo,

liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie SympathieträgerInnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2019  

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Zweite Einladung zur Tagung mit JV 2019 und Wahlversammlung vom 1. – 3. Nov.  in Freiburg   - 25 J. Abschied von Gerda Weiler – 20 J. GWST e.V. 
  2. "Der gespiegelte Blick" – Fünf Forschungsarbeiten und noch mehr, gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung e.V. dank eurer/Ihrer Spenden.

    Unsere Bitte um Spenden im Rot der Kirschen

  3. "Sie meinen es politisch" – "Meine Herren, meine Damen" – Kriegerinnen und
    Amazonen -  Demokratie braucht Frauen – Die Amazone zeigt sich – Earth – Drummers – Clara Schumann -  femmes vocales – Die Macht des Gesangs – Hafenarbeit weiblich – Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung – Frauen in der Kunst
            
    Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Vorträge, Gesang, Seminare in Bonn, Hamburg, Köln, Dresden, Tübingen, München, Wien, Zürich

  4. a. Geschichte matriarchaler Gesellschaften und Entstehung des Patriarchats
    b. Es reicht – 5000 Jahre Patriarchat sind genug 
    c. Matriarchales Manifesta

"Ist Frieden zu einer Illusion verkommen, unmöglich, unerreichbar, undenkbar, weil wir indoktriniert wurden mit dem die Wahrheit neutralisierenden Spruch >Kriege hat es immer schon gegeben?>… Mit dem Desinteresse an Mellers Ansage versickert die gute Botschaft, dass Kriege nicht ein >notwendiges Übel>, nicht Schicksal und nicht von existenzieller Bedeutung für die Menschheit sind ins Bodenlose“.  S. 288, Doris Wolf     


Zu 1.

Mechernich, den 23. 7. 2019

Liebe Mitfrauen, FörderInnen, SympathisantInnen,                                                 

hiermit lade ich euch recht herzlich ein, an der

Tagung mit JV 2019 und Wahlversammlung vom 1. – 3. Nov.  in Freiburg teilzunehmen
25 J. Abschied von Gerda Weiler – 20 J. Gründung Gerda-Weiler-Stiftung e.V.    
              

Wir treffen uns am Freitag, dem 1. Nov. ab 14 Uhr in der
Kath. Akademie Freiburg, Winterer Str. 1, 79104 Freiburg 


Programm 1. November: 
15 Uhr: Führung im Freiburger Münster mit Frau Kramer

                              Treffen Herrenstr. 30, 79098 Freiburg
18 Uhr: Abendessen
19,30 h: „Stärker als der Tod ist die Liebe“ – Film von Uscha Madeisky zum Abschied von Gerda Weiler am 6. Okt. 1994
Lesung: Eindrücke von Elisabeth Hansen zur der Abschiedsfeier, aus dem Briefwechsel

„Bleibe unerschrocken“ zwischen Gerda Weiler und Gudrun Nositschka -
gemeinsamer Tanz mit Siegrun Laurent

Samstag, 2. Nov.:
9,30:
„Kindsmord im 19. Jahrhundert. Zur Sozial-, Rechts- und Alltagsgeschichte der 
           Kindtötung im Spiegel der Aufklärung“.
          
Vortrag von Prof. Marita Metz-Becker, Marburg mit Diskussion  

10,45: „Ökologie, Ökonomie und Politik – im Kontext ihrer feministischen Bedeutung“
            Vortrag
von Dr. Marie Reusch, Gießen mit Diskussion
12,30:  Mittagessen
14,30:
 Frauen in Vietnam: Verehrung der Muttergöttin, matriarchale Ethnien,

            Unabhängigkeitskämpferinnen
            Vortrag illustriert mit Bildern von Dr. Theresia Sauter-Bailliet mit Diskussion
16,00:  Kaffee/Tee/Getränke und Kuchen
17,00:  Impressionen/Erkenntnisse zu/aus Gerda Weilers Werk
19,00:  Abendessen
Danach:
Zeit füreinander

Büchertisch
mit Christel und Helmut Göttert und einen Tisch von Shalima – Danke. 
    

Tagesordnung der Jahresversammlung am Sonntag, den 3. Nov. 2019

Die Einladung erfolgte über unseren Postverteiler. Ende mit Mittagessen gegen 13.30 Uhr                                                                                 

Mit freundlichen Grüßen im Auftrag des Vorstands, Gudrun Nositschka 


Zu 2.
„Der gespiegelte Blick“ – Fünf Forschungsarbeiten gefördert von der Gerda-Weiler-Stiftung e.V. dank eurer/Ihrer Spenden.

  1. Cover Das Gesetz der Szene. Angelika RichterDas Gesetz der Szene – Genderkritik, Performance Art und zweite Öffentlichkeit in der späten DDR. Dissertation Angelika Richter, transcript Verlag 2019, 406 S., 39,99€
    Ein Exkurs zu den Geschlechterbildern des sozialistischen Realismus hat gezeigt, dass der ‚Held’ des Sozialismus männlichen Geschlechts ist. Frauen als künstlerisches Sujet im Gegensatz zu ihrer sichtbaren Präsenz im Arbeitsleben und ihrer aktiven Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen dagegen selten gezeigt wurden beziehungsweise, wenn, dann zumeist als Lernende, zu Unterweisende und in Gruppenbildern als marginalisierte Randfiguren“. S. 373 






  2. Cover Das Prinzip Eurydike. Dissertation Viktoria MacekDas Prinzip Eurydike – Rezeptionen des Orpheusmythos in Literatur u. Kunst
    Überarbeitete, erw. Dissertation von Viktoria Macek, Böhlau Verlag 2019, 304 S., 40,00€.
    „Das Reflexionsniveau von Frauen hat sich dennoch unübersehbar erhöht und differenziert, was sich auch in Ausdifferenzierungen des „Prinzips“ Eurydike auf dem mühsamen Weg zur Subjektwerdung, zur eigenen Weltkonstitution und eigenen Geschichte niederschlägt, aus der sie nun nicht länger „herausgetragen“ wird. Die weibliche „Arbeit am Mythos“ führt die Re-zeption des Mythos von Orpheus und Eurydike in ein paradigmatisch neues Stadium“. S. 271




  3. Gesundheitsbewegung der 70er und 80er Jahre -  Materialien und Collagen durch die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe Berlin. Zu beziehen über kontakt@feministische–recherchegruppe.org, www.feministische-recherchegruppe.org  
    Auszug aus dem Schreiben von Inga Zimperich: …„Wir haben sehr genossen, von Ihrer Stiftung gefördert zu werden, nicht nur, weil uns die finanzielle Unterstützung konkret hilft, unser Vorhaben umzusetzen, sondern weil sie für uns feministische, solidarische Bündnisse spürbar macht…“ Die Ausstellung in DISTRICT, Bessemerstr. 2 – 14, endet am 28. Juli.
  4. Cover Inkludierte Exkludierte Masterarbeit Karima Popal-AkhzaratiInkludierte Exkludierte – Studentische Verhandlungsweisen von Rassismus und Rassismuserfahrungen. Masterarbeit von Karima Popal-Akhzarati, Universitätsverlag Göttingen, 2019, 101 S. Online zugänglich: https://doi.org/10.17875/gup2019-1134









     


  5. Cover Vivian Maier und der gespiegelte BlickVivian Maier und der gespiegelte Blick – Fotografische Positionen zu Frauenbildern im Selbstporträt von Nadja Köffler, transcript Verlag 2019, 241 S., 29,99€










Unsere Bitte um Spenden im Rot der Kirschen
Wir freuen uns über jede Spende. Es wäre hilfreich, wenn sich auch Leserinnen und Leser unseres Rundbriefs im Internet angesprochen fühlen.
Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung in Deutschland benötigen Sie die IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
IBAN: DE 70  6305  0000  0003 6454  24, Ausland  Swift – Bic.:  SOLADE  S1ULM
Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V.  Bitte euren Namen und Ort nicht vergessen.

 

Zu 3.

„Sie meinen es politisch“ – „Meine Herren, meine Damen“ – Kriegerinnen und
Amazonen -  Demokratie braucht Frauen – Die Amazone zeigt sich – Earth Drummers – Clara Schumann - femmes vocales – Die Macht des Gesangs – Hafenarbeit weiblich – Schwarze Venus im Brudertal - Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung –

Frauen in der Kunst        
Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Vorträge, Gesang, Seminare in Bonn, Hamburg, Hegau b. Engen, Frankfurt, Köln, Dresden, Tübingen, München, Wien, Zürich

  1. „Sie meinen es POLITISCH!“–100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich
    Ausstellung bis zum 25. 8. im Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15 – 19, 1080 Wien, Tel.: +43 (0) 1 406 89 05 www.volkskundemuseum.at – barrierefrei Geöffnet: Di – So. 10.00 – 17.00, Do. bis 20.00Uhr.

  2. „Meine Herren, meine Damen“ – Frauenpolitik der Weimarer Republik – Vortrag Berit Schallner, Montag, 7. Okt., 19,30 h im Friedensbildungswerk 50667 Köln, Obenmarspforten 7 – 11, nur 5 Min. vom Hbf. Köln. Infos: Frauengeschichtsverein Köln, Tel.: 0221 – 248265, www.frauengeschichtsverein.de      

  3. Kriegerinnen und Amazonen – Neue Erkenntnisse über das sagenumwobene Frauenvolk – MatriArchiv Thementag am Sa. 12. Okt. ab 9 Uhr,  Pädagogische Hochschule 8090 Zürich, Lagerstr. 2, Gebäude LAC, Raum E 071. Anmeldung bis 28. Sept. bei Christina Schlatter, mail@matriarchiv.info, Tel.: +41 058 220 23 38. Es referieren: Prof. Dr. Renate Rolle, Mag. Gerhard Pöllauer, Dr. Heide Göttner – Abendroth. Kosten: CHF 90.00, 75.00€, incl. Kaffee, Getränke, Pausensnacks. Mittagessen möglich. .

  4. „Hafenarbeit  weiblich“ – eine Lesung zur Begleitausstellung der FrauenFreiluftGalerie Hamburg mit Schauspielerin Ulrike Johannson, am Sa. 24. August, 15.30Uhr, Seemannsmission Altona, Gr. Elbst. 132, Infos: www.frauenfreiluftgalerie.de

  5. „Die Amazone zeigt sich – Rituelle Praxis im persönlichen und politischen Ausdruck“-  Sommertage der Frauenspiritualität vom 30. 8. – 1.9. im Frauenlandhaus 56379 Charlottenberg, Holzappeler Str. 3, mit Ziriah Voigt, Annette Dieckamnn, Helga Göpper und Marija Milana/Eitel. Mehr Infos unter Tel.: 02484 – 91 85 81, post@ziriah.de www.ziriah.de; Anmeldung www.frauenlandhaus.de , Tel.: 06439/7531, Beitrag: 200 € + U/V   

  6. Demokratie braucht Frauen – SommerAkademie 2019, Fr. 23. bis So. 25. August
      im Haus der FrauenGeschichte Bonn (HdFG), Wolfstr. 41, 53111 Bonn. Spannendes Pro-
     gramm mit Vorträgen, Lesungen, Führungen, Diskussionsrunden. Kosten fürs Essen ggf.
     Unterkunft trägt jede/jeder selbst. Infos und Programm: 0228 – 98 143 689, www.hdfg.de

  7.  Earth Drummers singen und trommeln am 24. August von 15 – 17.30h am Labyrinthplatz Zürich, Kanonengasse 18. www.labyrinthplatz.ch 

  8. Die Macht des Gesangs – Schwanfrauen, Seherinnen, Heilerinnen – Vom Zauber unserer heimischen Mythologie – Ein Erzählabend mit Vera Zingsem am Freitag, den 18. Oktober, 19,30 im Raum für Göttinnenkultur, Albertstr. 8, Tübingen. Anmeldung bei: verazingsem@gmx.de, Tel.:0707/83981. 

  9. Clara Schumann – Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts
    Eine Femmage an die Komponistin, Pädagogin, Unternehmerin und Herausgeberin der Werke ihres Mannes Robert und Mutter zu ihrem 200. Geburtstag am 13. 9.,  zu sehen im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9, 60311 Frankfurt bis zum 26. Jan. 2020. Geöffnet: Mo – Fr von 10 – 18 Uhr, Sa, So 11 – 18 Uhr (freier Eintritt), www.stadtgeschichte-ffm.de

  10. Femmes vocales – Schläft ein Lied in allen Dingen – singen am 28. Sept. um 17 Uhr in der Thomaskirche, 01277 Dresden-Gruna, Bodenbacher Str. 24, Lieder von Liebe und Leid, Tag und Nacht, heute und gestern sowie zu Ehren von Clara Schumann ihr Stück „Abendfeier in Venedig“ in der Bearbeitung für Frauenchor von Sylke Zimpel (Chorleiterin)

  11. Schwarze Venus im Brudertal im Hegau (Führung von 10.45 bis 18 Uhr am 13. Okt. mit Regina Golke, speziell für Frauen). Treffpunkt: Parkplatz des Eiszeitparks bei 78234 Engen. Infos und Programm bei Regina Golke, Tel.: 0711/7977421, www.reginagolke.de
  12. Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung – Eine Ausstellung im FrauenMuseum Bonn bis zum 1. Nov. 2019 anlässlich der Verabschiedung des Grundgesetzes vor 70 Jahren, in der die Gleichberechtigung von Frauen und Männern verankert wurde. Im Krausfeld 10, www.frauenmuseum.de , Tel.: 0228 – 69 13 44, geöffnet Di -Sa 14-18 Uhr
  13. Frauen in der Kunst – ein deutsch – ukrainisches Gemeinschaftsprojekt!  im Kulturzentrum Mohr-Villa, 80939 München, Situlisstr. 75 bis zum 3. Nov. 2019. Organisatorin: Dr. Corina Toledo www.frau-kunst-politik.de  Geöffnet: Di 13 – 16 Uhr und Do 17 – 19,30 Uhr und nach Vereinbarung: Tel.: 089/324 32 64  

Zu 4.
a. Geschichte matriarchaler Gesellschaften und Entstehung des Patriarchats
b. Es reicht – 5000 Jahre Patriarchat sind genug
c. Matriarchales Manifesta

  1. Cover Heide Göttner-Abendroth„Das Verhältnis der Geschlechter wird in einem umfassenden Rahmen gestellt und die Entstehung, Erscheinungsformen und Transformationen egalitärer matriarchaler Gesell-schaftsmuster, sowie die Herausbildung patriarchaler Gesellschafts- und Herrschaftsformen kenntnisreich beschrieben“. Zitat vom Cover des o.g. Buchs von Heide Göttner-Abendroth, Band III: Westasien und Europa, Kohlhammer 2019, 448 S. zahlreiche Abb., 36,00€.





  2. „Um dem Patriarchat, seiner größenwahnsinnigen Dominanz und seinen kriegerischen Exzessen Einhalt zu gebieten, ist es für unsere Gegenwart und Zukunft unabdingbar, dass Frauen ihre eigene Geschichte erforschen und mit ihrem Wissen, ihrer Weisheit, Intuition und Vernunft, die Welt mitgestalten.“ Zitat der Autorin Doris Wolf im Epilog des o.g. Buchs, DEWE Verlag, 2019, 335 S., zahlreiche Abb. 34,90 incl. Versandkosten,
    gegen Rechnung bestellen: doriswolf@dewe-verlag.com  , www.doriswolf.ch  
    Hinweis: Frauen/Männer ohne Internet können bei mir wg. Bestellung anrufen

  3. MATRIARCHALES MANIFESTA auf Deutsch, Englisch und Italienisch von
    Heide Göttner-Abendroth, Broschüre, 44 S. 5,00 € incl. Versand www.hagia.de      
    Die Vision einer egalitären Gesellschaft und wie wir dahin kommen

„Werft die Scheuklappen/Geistesbandagen ab. Greift nach den Sternen!“ Mary Daly

Ich wünsche euch/Ihnen ab dem 1. August eine starke und freudvolle  Schnitterinnenzeit        

Herzliche Grüße  Gudrun Nositschka

 



Rundbrief Juli 2019 (pdf)

 

Herbst 2019