"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr 02/2012
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

 


"Philosophie und Tanz sind zwei Wege, Erkenntnis über sich selbst und die Welt zu erlangen. Sie ergänzen und inspirieren einander. In unserem Erleben sind die Liebe zum Körper und die Liebe zur Weisheit eng miteinander verbunden".
Lisa Kuttner in "lilith_neuland" sprache feminismus poesie von Bettina Schmitz, Aachen 2012

 

Dienstag, den 3. Juli 2012 (Vollmond)


Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2012



Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

 

» 1. Ankündigung Jahresversammlung mit Wahlen und einem Besonderen Vortag
am Wochenende, den 24. und 25. November im CJD Bonn

» 2. Jagende Sammlerinnen und sammelnde Jägerinnen
zwei Forschungsarbeiten gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spende. Und eine Bitte um Spenden im Blau der Kornblume

» 3. Frauen gestalten Übergänge
Seminare, Ausstellungen, Vorträge in Köln, Zülpich, Würzburg, Trier, Hittisau/Ö., Labyrinthkongress Hofkirchen/Ö–. und Labyrinth- und Frauenwochen Wetzlar

» 4. Ankündigungen: Basiskurse "Matriarchatskunde" in Stuttgart und Berlin 2012
Angebot von ALMA MATER und Antifaschistisches feministisches Bau- und Begegnungscamp Uckermark vom 5. - 16. August 2012

» 5. Die Entdeckung der ältesten Hochkultur Europas
Was mehr wird, wenn wir teilen - "Die Frau hat keinen Ort" - Ritual und Tanz im Jahreskreis - Kampf gegen die nackte Göttin - Wieder da: Frauenbuchkritik Virginia

» 6. Gedenken an Assunta Bärdges, Rosalie Bertell und Elinor Ostrom

"Die meisten Darstellungen von Menschen auf keramischen Gefäßen sind Frauen, manchmal in tänzerischer Haltung, manchmal die Große Göttin symbolisierend."
Harald Haarmann zitiert Lazarovici, 2009 in "Das Rätsel der Donauzivilisation" München 2011.


Zu 1. Ankündigung Jahresversammlung mit Wahlen und einem Besonderen Vortag

am 24. und 25. November im CJD , Tagungshaus, Graurheindorferstr. 148, in Bonn.

Der Besondere Vortag am Samstag beginnt um 15 Uhr mit einer Führung durch das Haus der Frauengeschichte durch Annette Kuhn, www.hdfg.de, das Ende Sept. offiziell seine Pforten öffnet. Nach dem Abendessen erfahren wir Erstaunliches von den Referentinnen Sibylle Kästner (Jagende Sammlerinnen und sammelnde Jägerinnen aus dem Leben der Aborigines - Frauen, s. auch unter Punkt 2), Theresia Sauter-Bailliet (Kuan Yin - die Wie-derentdeckung einer indigenen Göttin in China), Ulrike Pittner (Das Gender ABC für Schulen in Baselland auf dem Prüfstand).

Am Sonntag findet die JV mit Berichten, Diskussionen und Wahlen statt. Die Tagesordnung wird im Dritten Rundbrief 2012 stehen. Anmeldungen sind ab sofort möglich und wegen der Planung auch nötig. Bitte mich anrufen unter 02256/7286 und einzahlen (dabei nicht den beiliegenden Überweisungsträger nutzen, der ist für Spenden, Förderbeiträge). An Kosten entstehen: Ü mit Frühstück im EZ 59€‚ im DZ 41,40 € pro Person. Mittagessen Sa. und So. jeweils 10,90€, Abendbuffet 9,90€‚ plus 15€‚ Beitrag für den Besonderen Vortag. Bitte bei der Überweisung die Kürzel Ü/EZ bzw. Ü/DZ, M/Sa. und M/So. sowie AB und Beitrag vermerken.

Zu 2. Jagende Sammlerinnen und sammelnde Jägerinnen
zwei Forschungsarbeiten gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spende Anbei unsere Bitte um Spenden im Blau der Kornblume.

Frauenforschung - Spenden oder Förderbeitrag. Unsere Stiftung lebt vom Engagement vieler Frauen und Männer, die fast alle keine Reichtümer besitzen. Wir freuen uns über jede Spende und hoffen, dass sich möglichst viele der 903 Personen in unserem Verteiler angesprochen fühlen, auch die geförderten Frauen. Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung außerhalb Deutschlands benötigen Sie den IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM. Legen Sie dann bitte diese Nummer Ihrer Bank vor.
BAN: DE 70 6305 0000 00036454 24
Swift - Bic.: SOLADE S1ULM
Hier Kontonummer und Bankleitzahl: 3 645 424 ; BLZ 630 500 00 Empfängerin: Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V. Bitte Namen und Ort nicht vergessen.

jangende sammlerinnen

a. "Jagende Sammlerinnen und sammelnde Jägerinnen",

Diss. Sibylle Kästner, 600 S., 59,90€‚ Berlin Juli 2012.


"Die Ethnologin und Archäologin Sibylle Kästner hat die unbekannte Welt australischer Aborignes - Frauen beim Beutemachen von Klein- und Großwild erforscht. In ihrer feministisch-kritischen Analyse räumt die Autorin mit dem Stereotyp auf, Jagd sei eine Männerdomäne. Vielmehr ist das Erbeuten von Tieren in den Lebenszyklus und die religiöse Welt der Aborigines-Frauen eingebettet." (Zusammenfassung nach Klappentext)

clara schuhmann

b. "HOMMAGE À CLARA SCHUMANN" - Komponistinnen im Spiegel der Zeit.

CD mit einem ausführlichen Booklet von Katharina Deserno, Cellistin und Dozentin. Am Klavier Nenad Lecic. Werke von Clara Schumann, Oxana Omelchuk, Sophie Seibt, Luise Adolpha Le Beau, Fanny Hensel und Rebecca Clark. Kaleidos Musikeditionen, 17,90€‚ 2012.


"Reproductives Genie kann dem schönen Geschlecht zugesprochen werden, wie productives ihm unbedingt abzuerkennen ist ... Eine Componistin wird es niemals geben, nur etwa eine verdruckte Copistin ... Ich glaube nicht an das Femininum des Begriffs: Schöpfer. In den Tod verhasst ist mir ferner alles, was nach Frauenemancipation schmeckt." (Dirigent Hans v. Bülow)


Zu 3: Frauen gestalten Übergänge

Seminare, Ausstellungen, Vorträge in Köln, Zülpich, Würzburg, Trier, Hittisau/Ö–., Labyrinthkongress Hofkirchen/Ö–. und Labyrinth- und Frauenwochen Wetzlar



Eine Ausstellung über Luftakrobatinnen, Raubtierdompteusen, Kunstreiterinnen, Seiltänzerinnen, Scharfschützinnen, Muskelfrauen, Trapezkünstlerinnen, Gladiatorinnen, Jongleurinnen und Zirkusdirektorinnen bis zum 13. Januar 2013 im Frauenmuseum Hittisau/Ö–. Vom 19. Juli bis 6. Sept. jeden Do. Erlebnisprogramm für Kinder. Infos unter: www.frauenmuseum.at, Tel. +43 (0)5513 6209 30.

b. Heimat - Labyrinth - Wiege dich im Bauch der Erde


Tanz - Performance mit Lisa Kuttner, Worte Gedichte von Bettina Schmitz, Keyboard Hyun-Kyoung Shin am 28. Juli, 19 Uhr in der St. Johanniskirche, Hofstachstr. 5, Würzburg. Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung "Gott weiblich" bis 25. August in der ev. Kirche St. Stephan. Mehr Infos unter www.gott-weiblich.de und Tel.: 0931 - 32 17 5 - 0 (Flyer, Öffnungszeiten)

c. Nach Köln und aus Köln heraus - Migrationsgeschichte von Frauen.

Führungen des Kölner Frauengeschichtsvereins am 11. August und 29. Sept. ab 14 Uhr. Infos dazu und zum Programm bis Ende Dez. unter 0221-24 82 65 und www.frauengeschichtsverein.de

d. 12. Labyrinthwochen in Wetzlar vom 4. - 26. August
veranstaltet vom Labyrinth-Projekt-Wetzlar e.V., dem Frauenbüro und der VHS Wetzlar. Eine beeindruckende Fülle mit Tanzen und Offenem Singen, Wandern, Vorträgen, Lesungen und Kunstprojekten. Infos bei Sigrid Kirdorf, Tel. 06441/26202 und www.labyrinth-wetzlar.de

e. "Frieden mit der Natur? Frauen und Ökologie"

Seminar am 20. Sept. in Trier, 14 Uhr mit einem Abendvortrag von Claudia von Werlhof "Mutter Erde als Waffe?“ - Zum Buch von Rosalie Bertell. (S. auch Punkt 6) Infos bei der Organisatorin Edith Hellenbrand-Neumann, Tel.: 06588/851. Bitte auf den AB sprechen mit Angabe der Telefonnummer

f. Frauen gestalten Übergänge - Zülpicher Herbst - Dialoge

vom 19. - 21. Okt. 2012 im Frauenbildungs- und Tagungshaus Zülpich. Die Veranstaltung kann auch an einzelnen Tagen besucht werden. U.a. Frauenprojekte in den Wechseljahren, Je mein Feminismus, Berufsmädchen und weise Alte und der Film über Audre Lorde in Berlin (von uns gefördert!) Infos unter 02252 - 6577 von 10-13.30 Uhr und www.frauenbildungshaus-zuelpich.de

g. Erinnerung: 6. Int. Labyrinthkongress vom 2. - 5. August in Hofkirchen/Österreich

Infos: www.labyrinthe-hofkirchen.at

Zu 4: Ankündigungen: Basiskurse "Matriarchatskunde" in Stuttgart und Berlin 2012,
Aktuelles Angebot von ALMA MATER in Zusammenarbeit mit MatriaVal e.V. und matria - Oase sowie ein Antifaschistisches feministisches Bau- und Begegnungscamp Uckermark vom 5. - 16. August 2012

 

a. Basiskurse Matriarchatskunde

vom 26. - 28. Okt. in Stuttgart im Frauenkulturzentrum Sarah, Johannesstr. 13 und vom 30. Nov. bis 2. Dez. 2012 in Berlin-Mitte, beim Berliner Frauen-Netzwerk "Frauenkreise", Choriner Str. 10. Auskunft und Anmeldung für Stuttgart bei Siegrun Laurent, Tel.: 0721/7918872, www.alma-mater-akademie.de, für Berlin bei Uscha Madeisky, Tel.: 069/ 95507031, Mail: madeisky@tomult.de Bestandteile der Basiskurse sind: Einführung in matriarchales Bewusstsein; Matriarchats-kunde konkret; Matriarchale Spiritualität; Es geht in die Welt ... auf dem Weg in eine matriarchale Gesellschaft; Matriarchales Ursymbol - das Labyrinth. Referentinnen: Siegrun Laurent, Uscha Madeisky, Dagmar Margotsdotter-Fricke, Li Shalima. Kosten 180 €

b. Mitwirken an der Gedenkkultur auf dem Gelände des ehemaligen Mädchen- und Frauen KZ Uckermark

in einem antifaschistischen feministischen Bau- und Begegnungscamp. Die dort Inhaftierten gehören zu den "vergessenen Verfolgten" des Natioanlsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren. Infos: Tel.: 015777293. Mail: uckermarkcamp@riseup.net und www.gedenkort-kz-uckermark.de

"Solange wir atmen und lebendig sind, haben wir die Chance, durch aktives Handeln für das leben einen gesellschaftlichen Wandel zu bewirken und dafür zu sorgen, dass der Tanz des Lebens weitergeht, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, Frühling, Sommer, Herbst und Winter..."
Aus dem Editorial der MatriaVal Zeitung Ariadne - Lebenstanz, Nr. 18, 2012. Von uns gefördert. Zu beziehen pro Ausgabe für 7€ bei matriaval@schwerins.de

 

Zu 5. Die Entdeckung der ältesten Hochkultur Europas
Was mehr wird, wenn wir teilen - "Die Frau hat keinen Ort" - Ritual und Tanz im Jahreskreis - Kampf gegen die nackte Göttin - Die Mär von den großen Jägern - Wieder da: Frauenbuchkritik Virginia


a. Das Rätsel der Donauzivilisation

Die Entdeckung der ältesten Hochkultur Europas von Harald Haarmann, München 2011, mit über 100 Abb. und Zeichnungen, 16,95€.


"Wir können nach heutigem Wissenstand annehmen, dass die Donauzivilisation eine egalitäre Gesellschaft war...Dies ist der Mangel an Indikatoren, wie sie typisch für hierarchische Gesellschaftssysteme sind: Das Fehlen einer Differenzierung zwischen Arm und Reich, etwa in der Ausstattung der Gräber, das Fehlen von Herrscherinsignien, das Fehlen herrschaftlicher Bauten in den Siedlungen...Die Gesellschaft Alteuropas war nicht hierarchisch strukturiert. Erst die Ankunft der Steppennomaden brachte den sozialen Umbruch ... Ähnliche Bedingungen sind bereits früher für die Gesellschaft Alteuropas rekonstruiert worden, und zwar von Marija Gimbutas ...Gimbutas ist für ihre Aussagen heftig kritisiert worden...Zur Überraschung sowohl der Befürworter der Thesen von Gimbutas wie der Skeptiker wandelte sich die heftige Ablehnung der Existenz einer egalitären Gesellschaft in ihr Gegenteil". S. 149 ff.


Anm: Dieses Buch hat mich in Hochstimmmung versetzt, da in ihm die Forschungsleistung von Marija Gimbutas gewürdigt und mit weiteren Forschungsergebnissen bis zum Jahr 2009 verbunden worden sind. Lohnend!


b. Was mehr wird, wenn wir teilen

Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter von Elionor Ostrom, der bisher einzigen Trägerin des Nobelpreises in Wirtschaft im Jahr 2009. Hg. ist Silke Helfrich, Jena, die einen Blog zum Thema Gemeingüter in Deutschland betreibt. www.commonsblog.de Auch wenn ich in der Übersetzung eine frauengerechte Sprache vermisse, ist das Buch hilfreich zu lernen, wie die Pflege von Gemeingütern in Gang gesetzt werden kann. Das Büchlein kostet 14,95€, erschienen München, 2011 (S. auch Punkt 6)


c. "Die Frau hat keinen Ort" -

Elfriede Jelineks feministische Bezüge. Hg. Stefanie Kaplan mit 13 Beiträgen von 11 Autorinnen zu den Themen Macht, Identität, Sexualität und Kunst. Mit zahlreichen Bildern in SW, Wien 2012, 38,


d. Ritual und Tanz im Jahreskreis von Ziriah Voigt.

Neuausgabe, 230 S. Hamburg 2012.

"Dieses neu aufgelegte Standardwerk führt zu den matriarchalen Wurzeln des Jahreskreises... Es beschreibt die acht Rituale mit ihrem mythologischem Hintergrund sowie dem überliefertem Brauchtum. Zugleich stellt es neue Gestaltungsmöglichkeiten aus Frauensicht vor und bietet mit seinen umfangreichen Tanzkapiteln eine Einführung in den rituellen Kreistanz."


e. "Kampf gegen die nackte Göttin" sowie "Die Mär vom großen Jäger"

zwei Betrachtungen von Doris Wolf, Küsnacht zum Runterladen unter www.doriswolf.com

Für Frauen und Männer ohne Internetzugang bin ich gern bereit, Kopien zu verschicken. Anruf genügt.


f. Wieder da. Frauenbuchkritik Virginia.

Zur 50. Ausgabe im März 2012 wurde die Virginia vom AvivA Verlag, Berlin übernommen, nachdem der Christel-Göttert-Verlag die Virginia seit der 30. Ausgabe 2001 publizierte. Ich danke Christel Göttert für 20 Ausgaben und bin sehr zufrieden, dass es weiterhin eine Printausgabe gibt. Der Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V. stützte und stützt Virginia mit Anzeigen. Virginia ist zweimal im Jahr in einigen (Frauen-) Buchläden und in Frauenbildungshäusern usw. erhältlich, kann aber auch im Abo von 8,50 für 2 Ausgaben incl. Versand beim AvivA Verlag bezogen werden. Tel.: 030 - 39 73 1372, Mail: info@aviva-verlag.de , www.aviva-verlag.de


Zu 6. Gedenken an Assunta Bärdges, Rosalie Bertell und Elinor Ostrom

In diesem Frühjahr sind drei Frauen gestorben, die direkt oder indirekt mit der Gerda-Weiler-Stiftung und ihren Zielen verbunden waren. Sie forschten für eine postpatriarchale Zeit, kämpften für den Erhalt der Ozeane, der Wälder, gegen Atomkraft und die Verschleierung einer militärischen Forschung, die unsere Erde bedroht, womöglich aus ihr eine Waffe macht. Ich gedenke so der Weberin, Filzerin (auch von Göttinnen nach Marija Gimbutas), Subsistenzbäuerin und Kämpferin gegen die Atomkraft Assunta Bärdges, die im Alter von 55 Jahren in der Kommune Karmitz im Wendland im Kreis von FreundInnen und Verwandten gestorben ist.


Ich denke an Rosalie Bertell, die im Alter von 83 Jahren im Kreis ihres Ordens in Kanada gestorben ist. Sie war Trägerin zahlreicher Preise, neun Ehrendoktorwürden und des Alternativen Nobelpreises (1986). Ebenso war sie dreimal Mitglied des Permanenten Völkertribunals, Leiterin der Int. Medizinischen Kommission von Bhopal und der Int. Ärzte - Kommission Tschernobyl in Wien, 1996. Ihr bedeutendes Buch "Kriegswaffe Planet Erde" kam Ende 2011 auf Deutsch heraus, worüber sie sich sehr gefreut hat. (Siehe dazu auch Punkt 3e Vortrag Claudia v. Werlhof)


Ich denke an die Allmende Forscherin und Aktivistin Elionor Ostrom, USA, die mit 78 J. gestorben ist und ebenfalls erleben durfte, dass dank Silke Helfrich ihr Buch "Was mehr wird, wenn wir teilen" in 2011 auf Deutsch erschienen ist. E. Ostrom hat gezeigt, dass Menschen überall willens sind und in der Lage sind zu kooperieren. Ihr Hauptwerk "Die Verfassung der Allmende. Jenseits von Staat und Markt" erschien 1999 in dtsch. Sprache. Gemeingüter fallen nicht vom Himmel, sie werden aktiv gestaltet. E. Ostrom lebte ihre Erkenntnisse. Sie war unaufhörlich damit beschäftigt, zu motivieren und Kooperationen zu stiften. (Aus der Einführung S. 11 - 19 von Silke Helfrich in "Was mehr wird, wenn wir teilen")


Einige Anmerkungen in eigener Sache: Der Versuch einer Umfrage nach den geförderten Werken, die Sie/ihr für besonders gelungen haltet, ist wegen nur weniger Rückmeldungen im Sande verlaufen. Dennoch lohnt sich ein Blick auf unsere Webseite, auf der (fast) alle geförderten Werke mit einem Cover dargestellt sind. www.gerda-weiler-stiftung.de Dieser Rundbrief steht in ca. 14 Tagen auf der Webseite. Ansonsten danke ich für Anregungen, schwesterliche Kritik und Ermutigungen.

Ich wünsche Ihnen/euch eine fröhliche helle Zeit

Gudrun Nositschka


kornblume