"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 02/Juli 2014
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

Wenn Frauen zu sich selbst kommen, wenn sie zu den Wurzeln ihrer Kraft zurückfinden wollen, müssen sie die Zerrbilder patriarchaler Weiblichkeit wieder auf die Urbilder matriarchaler Weiblichkeit zurückführen“. Gerda Weiler im Kapitel „Die abenteuerliche Reise zu unseren Ursprüngen“ in „Das Matriarchat im Alten Israel“, Stuttgart 1989

Montag, den 7. Juli 2014

Guten Tag und Holla – Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2014

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Programm Der Besondere Vortag mit Festakt in Blaubeuren Sa., den 27.  September
  2. Wir standen nicht abseitssechs Forschungsarbeiten gefördert von der Gerda-Weiler-Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden. Bitte um Spenden im Blau des Sommerhimmels
  3. Die „thronende Göttin“ – Aufstand der Wäscherinnen – Fräulein Stinnes fährt um die Welt – Gestickte Moral – Einheit und Trennung – Frauen und Geld – Weltbild der Göttin – Holle Orte auf und im Berg – Die Kraft der Inanna - Starke Ausstellungen, Führungen, Vorträge und ein Seminar sowie eine Jahresversammlung in Bonn, Wiesbaden, Hittisau/Austria, Köln, Erlangen, Hessisch – Lichtenau und Zürich.
  4. Das Haus der Weisen Frauen – Labyrinth Wochen in Wetzlar - Landschaftsmytho- logische Reisen mit Frauenwege, edition amalia sowie der Akademie HAGIA
  5. Dank den Hebammen – Mein sommerliches Geschenk
  6. Unvergessen: Bertha von Suttner.

 

„…Die widerständige Arbeit der Frauen bestand oft genug darin, Verfolgte zu verstecken, ihnen Lebensmittel oder Kleidung zu beschaffen. Dieses Handeln wird in der Regel nicht als politisch begriffen, aber in einem Staat, der von seinen Bürgern die vollständige Unterwerfung und die ausnahmslose Identifikation mit seinen Zielen verlangt, ist es das. Sich dem Absolutheitsanspruch des Staates zu entziehen und damit seine Ziele zu unterlaufen, ist sehr wohl eine Form des Widerstands“. Frauke Geyken, 2014. S. Info 2f.

 

Zu 1. Der Besondere Vortag mit Festakt in Blaubeuren am Sa., den 27. September 2014. Die Einladung zur JV nur im Postverteiler. Besondere Vortag weiterlesen

 

Zu 2. Wir standen nicht abseits – sechs Forschungsarbeiten gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden sowie Förder- und Mitfrauenbeiträge

 

  1. Cover Anna GajdisBaltische Sirenen – Repräsentanz, Relevanz und Identitätsbildung der deutschen Autorinnen im östlichen Ostseeraum um 1800 – eine Studie von Anna Gajdis (Wroclaw), Leipzig 2014, 288 S., 29,00€.
     „Thematisiert werden nicht nur Fragen nach der An – oder Abwesenheit in der Forschung von Autorinnen dieser Region, sondern auch Überlegungen zu ihrer Lebenswelt, zu den Bildungs- und Reisemöglichkeiten, zu ihrem Schreiben und zu den Methoden der Selbstentwicklung“. S. 14








  2. Cover Schmidt-Kohberg„Manche Weibspersonen haben offtmals viel subtilere Ingenia als die Mans-personen“ Weibliche Gelehrsamkeit am Beispiel frühneuzeitlicher Frauenzimmerlexika und Kataloge – Diss. von Karin Schmidt-Kohberg, Sulzbach/Ts. 2014, 416 S., 34,95€
    „Auf der Basis antiker Schriften von Aristoteles und Galens Säftelehre war es allgemeiner Konsens, dass die Frau im Gegensatz zum Mann nicht in der Lage sei, vernünftige Entscheidungen zu treffen und Sachverhalte beurteilen zu können“. Aus der Einleitung






     
     
  3. Cover Die verschwundene GöttingDie verschwundene Göttin. Spurensuche rund um das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. Eine mythologische Wanderung von Christina Arnold, Birgitz 2014, 311 S. mit zahlreichen farbigen Abb. und Karten, 24,50€.












  4. cover Silke SchwarzGendergerechtigkeit als Universalkonzept? Kritische und kultursensible Analysen von Gendermainstreaming nach einer Katastrophe. Diss. Silke Schwarz, Wiesbaden 2014, 500 S., 22 Abb., 59,99 € Print, ebook 46,99€. Fragen der Autorin bei einem Einsatz  bzw. einer Analyse zu Kleinkreditsystemen: „Inwiefern werden strukturelle Dimensionen von Unterdrückung überwunden? Werden maskuline und feminine Erfahrungen sowie Interaktionsaspekte ausgewogen berücksichtigt? … Wird die Bandbreite möglicher Wider-standsformen gegen das Patriarchat ausreichend ausgelotet? S. 484







  5. Cover Mütter ohne GrenzenMütter ohne Grenzen. Paradoxien verberuflichter Sorgearbeit am Beispiel der SOS – Kinderdörfer. Diss. von Sarah Speck, Wiesbaden 2014, 273 S., 39,99 (Print), 29,99 (ebook)




     






     
  6. Cover Frauke GeykenWir standen nicht abseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler von Frauke Geyken. München 2014, 352 S. mit 49 Abb., 24,95€. Die Autorin erzählt mit viel Kenntnis und Einfühlungsvermögen, wie diese Frauen in den Widerstand kamen, was sie antrieb, ob und wie sie entdeckt wurden und warum sie nach 1945 so lange vergessen wurden. Eine wunderbare Femmage gegen das Vergessen von Frauen im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. G. N.










  7. Bitte um Spenden im Hellblau des Sommerhimmels     
    Die Förderung der Publikation von Forschungsergebnissen, die Unterstützung von vielfältigen feministischen Projekten der Frauen – und Mädchenarbeit beruht überwiegend auf Spenden. Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung benötigen Sie bald/sofort den IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
    IBAN: DE 70  6305  0000  00036454  24    
    Bic.:  SOLADES1ULM
    Das geht noch: Kontonummer und Bankleitzahl:
    Kto-nummer: 3 645 424 ; BLZ  630 500 00
    Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V. Bitte Ihren Namen und Ort zwecks Zusendung einer Spendenquittung nicht vergessen. Danke
    :-)

„Endlich kam sie zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau, weil diese aber so große Zähne hatte, ward ihr Angst, und sie wollte fort laufen. Die alte Frau aber rief ihr nach: ‚Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir… Ich bin die Frau Holle“.   

 

Zu 3. Die „thronende Göttin“ – Aufstand der Wäscherinnen – Fräulein Stinnes fährt um die Welt – Gestickte Moral – Einheit und Trennung – Frauen und Geld – Weltbild der
Göttin – Holle Orte auf und im Berg – Die Kraft der Inanna -
Starke Ausstellungen, Führungen, Vorträge und ein Seminar sowie eine Jahresversammlung in Bonn, Wiesbaden, Hittisau/Austria, Köln, Erlangen, Hessisch – Lichtenau und Zürich

  1. Die „thronende Göttin“ bis zum 10. August in der Bonner Kunsthalle in der Ausstellung „Abenteuer Orient – Max Oppenheimer und seine Entdeckung des Tell Halaf 1899 in Syrien. Tel.: 0228/9171-200 geöffent Di-Mi 10-21H, Do-So 10-19 Uhr.
  2. Aufstand der Wäscherinnen – Hintergründe der rheinischen Weiberfastnacht. Vortrag im Haus der FrauenGeschichte Bonn am So. 31. August, 11,30h, Wolfstr. 41.www.hdfg.de, Tel.:0228/98 14 36 89 
  3. Fräulein Stinnes fährt um die Welt  - Ausstellung im Frauenmuseum Wiesbaden bis zum 14. Sept. Wörthstr. 5, Tel.:0611/308 17 63, www.frauenmuseum-wiesbaden.de  Geöffnet: Mi, Do 10-17 Uhr, Sa. So 12 – 17 Uhr www.fraeulein-stinnes-ausstellung.de Unsere Stiftung hat die Publikation der Arbeit gefördert.
    d. Gestickte Moral – Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau/Austria bis 8. Febr. 2014
    Am Sa. 11. Okt., 17 Uhr, Musik von Komponistinnen um 1914: Lili Boulanger, Cécile Chaminade, Mélanie Bonis, Rebecca Clark, Johanna Senfter. www.frauenmuseum.at
  4. Einheit und Trennung – Familienbilder von Annegret Soltau im frauenmuseum Bonn bis 7. Sept. (Finissage) Im Krausfeld 10, Tel.: 0228/691344, www.frauenmuseum.de
  5. Frauen und Geld – ein Widerspruch? Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin. Führung und Vortrag Museum für angewandte Kunst Köln vom Kölner Frauengeschichts-verein am Sa. 23. August 14 Uhr. Tel.: 0221-248265, frauengeschichtsverein.de
  6. Das Weltbild der Göttin – eine Rekonstruktion der Göttin in ihrer Urgestalt: Die Göttin als Tiermutter, als Urmutter, Ahnmutter, als große Mutter. Ort und Zeit: Erlangen am Sa. 26. Juli von 10 – 18 Uhr. Referentinnen: Ingeborg Herrlen und Dörte Doering. Anmeldung herrlen@therapiezentrum-berlin.de oder Tel.: 09192-8993 (M. Knetzger)
  7. Holle Orte auf und im Berg – Vortrag und Führungen von Annette Rath-Beckmann im Rahmen des Jahrestreffens von MatriAval e.V. von Fr. – So. den 5. – 7. Sept. in Hessisch-Lichtenau. Anmeldung Unterkunft bis 1. August bei Uscha Madeisky, Tel.: 069-95507031
  8. Die Kraft der Inanna – Ein Maskenspiel am 14. Sept. um 17 Uhr im Labyrinth Zürich, ein Raum für Inanna. Zeughaushof. Weitere Veranstaltungen unter www.labyrinthplatz.ch  

 

Zu 4. Das Haus der Weisen Frauen – Labyrinth Wochen in Wetzlar – landschafts-mythologische Reisen mit Frauenwege, edition amalia sowie der Akademie HAGIA.

  1. Das Haus der Weisen Frauen – ein Beginenhaus-Wohnprojekt von Frauen – für Frauen. Offen für weibliche Spiritualität. Initiatorinnen sind: Ursa Illgen, Blaubeuren, Tel. 07344 -3981, ursa-heilehaus@freenet.de und Sirilya Dorothee von Gangern, www.sirilya.de Tel.: 08807 – 9498793. Das Projekt wird von www.beginenstiftung.de unterstützt.
  2. Labyrinth Wochen 2014 in Wetzlar vom 12. Juli bis 3. August. Programm über 06441-26202 (Sigrid Kirdorf) oder www.labyrinth-wetzlar.de
  3. Landschaftsmythologische Reisen mit Gera Kessler und Birgit Wehnert in die Dordogne 31.8. – 12.9.Tel.:05621/5143, www.kreistanzen.de o. www.womenfairtravel.com
    mit Kurt Derungs ins Donauland 15. – 19. Okt. www.amalia.ch sowie mit Heide G – A. auf uralten Salzwegen nach Böhmen vom 10. – 17. August www.hagia.de

 

Zu 5. Dank den Hebammen – Mein sommerliches Geschenk – Eine Zusammenstellung aus „Die Chronik der Frauen“, Hg. Annette Kuhn. Abrufbar bei mir: 02256/7286 oder Mail

 
 

Der Besondere Vortag mit Festakt am Samstag, den  27. September 2014

Anreise zum Tagungszentrum Blaubeuren, Hessenhöfe 33, ist schon ab Freitagnachmittag, am 26. September, möglich. Da am nächsten Tag tagsüber einige Ausflüge geplant sind, für die Autos oder Taxen erforderlich sind, bitte ich die TeilnehmerInnen ggf. eine Anreise per Auto einzuplanen und mir Bescheid zu geben.

Kosten für Übernachtungen und Verpflegung sowie Tagungsgebühr:
EZ mit Dusche u. WC pro Nacht: 45,50€,
Frühstück 6,90€ ab 8,00 Uhr

DZ mit Dusche u. WC pro Nacht und Person: 31,50€,
Frühstück 6,90€  ab 8,00 Uhr
Mittagessen: 10,90€ incl. Kaffee, ab 13 Uhr;
Abendessen: 9,50€ ab 18,30 Uhr

Tagungsgebühr: 25,00€

Ich bitte um eure tel. Anmeldungen bei mir – sofern noch nicht erfolgt – bis Ende August sowie um die Überweisung der Kosten: Vermerk: Besonderer Vortag 2014. Unsere Bankdaten stehen unter Punkt 2 G.

Der Besondere Vortag am 27. September:

Vormittags:
Zwei Sonderangebote von Regina Golke und Ursa Illgen für die am
Freitag bzw. Samstag in der Früh Angereisten:

  1. 9:30 Abfahrt zum Geißenklösterle.
    Führung Regina Golke. Achtung: Steiler Anstieg!
  2. 9:30 Abfahrt zum Heilehaus.
    Ursa Illgen (www.arkuna.de) führt in ihre Arbeit ein.

Nachmittags:

14:30 Abfahrt zum Fundort der „schwäbischen Urmutter“ Der Hohle Fels.

Führung durch  Regina Golke, die in der Höhle auch mit uns singen wird. Ihr Jahresprogramm liegt im Tagungshaus aus, sonst unter www.reginagolke.de
Anschließend Fahrt zum Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren zu einer sehenswerten Ausstellung der archäologischen Schätze, incl. der „Frau vom Hohle Fels“.

Abends:
20:00 Festakt zur Ehrung der Verlegerin Christel Göttert mit der ersten Verleihung des Marga-Mayer-Gedenkpreises

Die Laudatio hält Dorothee Markert-Knüfer.
Der Festakt wird von Arkuna Frauen begleitet.
Weitere Beiträge sind willkommenJ Ende offen.

Jahresversammlung am Sonntag, den 28. September
Einladung erfolgte über Postverteiler
 

 

Zu 6. Unvergessen: Bertha von Suttner
Am 21. Juni 1914, starb Bertha von Suttner. Sie hatte dafür gekämpft, Kriege durch internationale Vereinbarungen, Abbau von Feindbildern sowie durch Erkennen von Kriegsursachen zu verhindern. Sicherheit durch Aufrüstung lehnte sie vehement ab. Danke.

Ich freue mich über und danke für spannende Hinweise, Lob und freundliche Kritiken.
Ich wünsche allen eine erfolgreiche Schnitterinnenzeit beginnend mit dem 1. August

Herzliche Grüße, Gudrun Nositschka

Rundbrief Juli 2014 (pdf)

Gudrun Nositschka


Blau des Sommerhimmels