"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 01/ März 2014
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Was hülfe es der Frau, wenn sie die ganze patriarchale Welt gewönne und nähme doch Schaden an ihrer Seele“.
Gerda Weilers Widmungswunsch an eine Autorin am 14. 2. 1985

Samstag, den 1. März 2014 (Erster Schwarzmond* im März)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 1. Informationsbrief im Jahr 2014

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Wie schön: Unsere Jahresversammlung mit dem Besonderen Vortag findet am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28. September 2014 in Blaubeuren statt
  2. Unsere Wahl der ersten Preisträgerin zum Marga-Mayer-Gedächtnispreis
  3. Wie war’s? Rückblick auf unsere Tagung in Hamburg Nov. 2013
  4. Die weibliche Seite – vier Forschungsarbeiten und mehr gefördert von der Gerda-Weiler-Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden. Bitte um Spenden im Dottergelb der Krokusse
  5. Pralle Lebenslust – Single Mums – Wie gefährlich ist unser Grundgesetz?Hilde Domin und das deutsche Wort – Feminismus!?! – Neues vom Gode- Weg – Basiskurs Matriarchatskunde – „Mein innerer Raum“ - Starke Ausstellungen, Führungen und Vorträge in Wiesbaden, Bonn, Köln, Zülpich, Berlin, Immenstadt, Karlsruhe und Zürich.
  6. Pandora/Füllhorn der Zeitschrift MatriaVal – Frauen mit Humor im Frauenmagazin Mathilde – 33 Jahre Frauenmuseum Bonn , Festschrift – Call for Papers „Es ist Sprechen und aus“ durch die Forschungsplattform Elfriede Jelinek in Wien
  7. Glückwünsche an: Luise Pusch

Wir sollten uns nicht „der Tatsache gegenüber blind stellen, dass die Unterdrückung von Frauen keine ethnischen, nationalen oder religiösen Grenzen kennt. Es gibt Variationen zum Thema Unterdrückung, doch die Unterdrückung an sich ist ein weltweites Phänomen“. Mary Daly in „Gyn/Ökologie“, München 1991.

Mein Grußwort zum Internationalen Frauentag 2014

 

Zu 1. Wie schön: Unsere Jahresversammlung mit dem Besonderen Vortag findet am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28. September 2014 in Blaubeuren statt. Wir treffen uns im Tagungszentrum Blaubeuren, Hessenhöfe 33. Alles Weitere im Postbrief. Einladung „Der Besondere Vortag“: Am Samstagnachmittag wird uns die Kennerin der schwäbischen Alb, Regina Golke, zum Fundort der „schwäbischen Urmutter“ Der Hohle Fels führen. Was sie in diesem Jahr weiter anbietet, ist zu finden unter www.reginagolke.de oder 0711/7977421. Zum Abend des Besonderen Vortags siehe folgenden Punkt.

Zu 2. Unsere Wahl der ersten Preisträgerin zum Marga-Mayer-Gedächtnispreis
Wir freuen uns sehr, euch/Ihnen die erste Preisträgerin im Rundbrief nennen zu können: Es ist die Verlegerin Christel Göttert aus Rüsselsheim Sie wollen wir am Abend des Besonderen Vortags in Blaubeuren mit eurer Unterstützung ehren. Mehr dazu im nächsten Rundbrief.

Zu 3. Wie war’s? Rückblick auf unsere Tagung „Care“ in Hamburg vom Nov. 2013
Ich sah in Hamburg in so viele strahlende und zufriedene Gesichter, so dass ich auf die Frage„Wie war’s in Hamburg?“ gerne antworte: „Schön. Erhellend. Anregend“. Das gewichtige und dokumentierende Lesebuch mit einigen Bildern ist ebenfalls fertig und kann bei mir zum Selbstkostenpreis von 15€ bestellt werden. Ich danke allen Referentinnen und Künstlerinnen für das kostenlose Überlassen ihrer Texte und Bilder.

Zu 4. Die weibliche Seite – vier Forschungsarbeiten und mehr gefördert von der Gerda- Weiler-Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.

  1. Cover chiara Zamboni - Denken in PräsenzDenken in Präsenz – Gespräche, Orte, Improvisationen von Chiara Zamboni, in derÜbersetzung von Dorothee Markert, Rüsselsheim 2013, 267 S., 19,80€.
    „Für den Prozess des Denkens ist es nötig, dass wir sowohl auf die verwendeten sprachlichen Formen achten als auch auf die Orte, an denen wir uns zu Gesprächen treffen. Die Aufmerksamkeit für die Orte, an denen wir uns treffen, ist nämlich eine wichtige Praxis zur Unterstützung des Denkens“. Seite 205.
  2. Cover Karriere Grundschulleitung Karriere >>Grundschulleitung<< Über den Einfluss des Geschlechts beim beruflichen Aufstieg ins Schulleitungsamt Diss. von Wiebke Bobeth-Neumann, Bielefeld 2013, 392 S. „Auch im Zuge der Frauenbewegung wurde, obgleich Erwerbstätigkeit für eine autonome weibliche Existenz ausdrücklich als erstrebenswert betrachtet wurde, Karriere eher tabuisiert, da mit ihr der Wunsch, über andere dominieren zu wollen, assoziiert und abgelehnt wurde“. S. 37 ff.
  3. Cover Gerburg Treusch-Dieter 2014Ausgewählte Schriften zur Erinnerung an Gerburg Treusch-Dieter (1939 – 2006), Hg. von Edith Futscher, Heiko Kremer, Birge Krondorfer und Gerlinde Mauerer, Wien-Berlin 2014, 670 S.; 40,00€. „Gerburg Treusch-Dieters Denken markiert eine wesentliche und unverzichtbare Position innerhalb der feministisch ausgerichteten Kultur- und Sozialwissenschaft, den Moment eines Sich-selber-auffällig-Werdens jenes Weiblichen, das auf die Suche nach den Gründen seiner historischen Abwesenheit geht“. Elisabeth von Samsonow im Beitrag: Die wilde Höhle der Kalypso, umpflanzt mit Petersilie, S. 11-18
  4. Cover: Barbara Obermüller 2014Die weibliche Seite der Ur- und Frühgeschichte – Mit besonderem Blick auf Hessen von Barbara Obermüller, Rüsselsheim 2014, 399 S. mit c. 190 farb. Abb., 29,95€. Leitspruch der Autorin von Gerda Lerner: „Frauengeschichte ist ein Instrument, das es uns erlaubt, die Vergangenheit ganz und ungeteilt wahrzunehmen“.
     
     
     
     
     
  5. Cover Die Wahrnehmungen von Frauem in westlichen und muslimischen GesellschaftenDie Wahrnehmung von Frauen in westlichen und muslimischen Gesellschaften, Ausstellung mit 7 KünstlerInnen mit Migrationshintergrund vom 17. März bis 4. Mai in der Mohr-Villa in München, Situlistr. 75, organisiert von Corina Toledo. Vernissage am 8. März mit einem Vortrag von Prof. Dr. Claudia v. Werlhof. Info: www.frau-kunst-politik.de
  6. Gespräche mit Hélène Cixous „Das Lachen der Medusa. Zur Aktualität der Écriture féminine“ am 20. März in 1070 Wien, Museumsplatz 1, um 19 Uhr im Tanzquartier Wien.
    www.mqw.at...

Bitte um Spenden im Dottergelb der Krokusse
Ohne Spenden wäre die Förderung der Publikationen der Forschungsergebnisse von Frauen sowie die Stützung von Frauen- Kunst – und Theaterprojekten nicht möglich. Im Jahr 2013 konnten dadurch zwanzig Frauen ihre Ergebnisse präsentieren. Danke. Frauenforschung

Eine Bitte um Spenden Unsere Stiftung lebt vom Engagement vieler Frauen und Männer. Wir freuen uns über jede Spende und hoffen, dass sich LeserInnen dieser Seiten angesprochen fühlen. Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung benötigen Sie bald/sofort den IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM. IBAN: DE 70 6305 0000 00036454 24 Bic.: SOLADES1ULM 3 Das geht aber noch: Kontonummer und Bankleitzahl: 3 645 424 ; BLZ 630 500 00 Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V. Bitte Ihren Namen und Ort nicht vergessen.

Zu 5. Pralle Lebenslust – Single Mums – Wie gefährlich ist unser Grundgesetz? – Hilde Domin und das deutsche Wort – Feminismus!?! – Neues vom Gode-Weg – Basiskurs Matriarchatskunde – „Mein innerer Raum“ - Starke Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Tanzen in Wiesbaden, Bonn, Köln, Zülpich, Immenstadt, Berlin, Karlsruhe sowie Zürich.

  1. Pralle Lebenslust – Bilder in fröhlicher Sinnlichkeit von Ute Ringwald bis zum 6. April im Frauenmuseum Wiesbaden, Wörthstr. 5, Tel.:0611/308 17 63, www.frauenmuseumwiesbaden. de
    Geöffnet: Mi, Do 10-17 Uhr, Sa. So 12 – 17 Uhr
  2. SINGLE MUMS – Alleinerziehende Mütter und ihre Lebenswelten“, Ausstellung ab 13. April (Vernissage um 14 Uhr) bis 9. Nov. im Frauenmuseum Bonn. Tel.: 0228/69 13 44, www.frauenmuseum.de
  3. Wie gefährlich ist unser Grundgesetz? 65 Jahre Grundgesetz mit Dr. Barbara Degen am Samstag, den 31. Mai um 15 Uhr mit Führung im Haus der FrauenGeschichte Bonn, Tel.: 0228/98 14 36 89, Wolfstr. 41 (Nähe Frauenmuseum) www.hdfg.de
  4. Hilde Domin und das deutsche Wort – Ein Stadtrundgang des Kölner Frauengeschichts-vereins am Sa. 26. April um 14 Uhr nur für Frauen, am So. 22. Juni für alle. Treffpunkt Köln, jeweils Riehler Str. 23. Infos: 0221/24 82 65, www.frauengeschichtsverein.de
  5. Feminismus!?! Aktuelle Debatten – Neue Aktionsformen mit Melanie Trommer. Ein Aktionsseminar vom 3. – 6. April im Frauenbildungshaus Zülpich. Kosten U+V 190€. Anfragen Mo – So. 10h bis 13.30 h 02252/6577, www.frauenbildungshaus-zuelpich.de
  6. Neues vom Godeweg. In Deutschland zu Tauberbischofsheim, Taubertal, Gerolstein in der Vulkaneifel, Berichte zur Mosel, zur Roseninsel (Region 13), Wander-Ideen zum Heiligenberg in Heidelberg, siehe www.godeweg.de sowie ein Bericht aus La Palma. Siehe www.godeweg.ch
  7. Basiskurs Matriarchatskunde von der ALMA MATER Akademie, MatriaVal e.V., matria-Oase, TAPUAT – Labyrinthprojekt vom 16. – 18. Mai in Immenstadt/Allgäu. Zum Inhalt siehe unter: www.alma-mater-akademie.de/basiskurs-inhalt.html und telefonisch bei Siegrun Laurent: 0721 – 7918 872
    Einführung in die Rituale matriarchaler Jahreskreisfeste. Berlin: 21. -23. März sowie Karlsruhe vom 11. – 13. April mit Siegrun Laurent.
  8. „Mein innerer Raum“ – Offenes Tanzen mit Cornelia Weber im Labyrinth am Labyrinthplatz Zürich im Zeughaushof m 21. Mai um 19,30 Uhr.

Cover MATRIAVALZu 6. Pandora/Füllhorn der Zeitschrift MatriaVal – Frauen mit Humor im Frauenmagazin Mathilde – 33 Jahre Frauenmuseum Bonn, Festschrift – Call for Papers „Es ist Sprechen und aus“ durch die Forschungsplattform Elfriede Jelinek in Wien

  1. Pandora – Füllhorn, gewidmet den Schenkenden. Zeitschrift Für Matriarchale Werte, Ausgabe 23 im Nov. 2013. Ein Zyklus hat sich vollendet. Schreitet in Schönheit, ihr Redaktions- und Rosenfrauen :-) Ich bin sicher, dass eure Kräfte neue Blüten treiben werden. Dieses liebevolle Füllhorn ist noch zu haben für 7,00€ bei matriaval@schwerins.de
  2. Frauen mit Humor – präsentiert in der aktuellen Ausgabe des Frauenmagazins MATHILDE aus Darmstadt und vielen anderen Informationen. Mit 2,40€ plus Versand lässt sich gut lachen und staunen. www.mathilde-frauenzeitung.de
  3. 33 Jahre Frauenmuseum Bonn – Eine Festschrift des ersten Frauenmuseums der Welt mit Grußworten, Konzeptionelles und Dokumentation sowie vielen Bilden. Gratulation!
  4. Call for Papers „Es ist Sprechen und aus“. Die Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Uni Wien lädt NachwuchswissenschaftlerInnen zu einem Interdisziplinären Workshop am 30. und 31. Okt. 2014 nach Wien ein. Stichtag für die Einreichung von Bewerbungen mit einem Projektarbeitstitel, Art des Vorhabens, Abstract usw. ist der 25. April 2014. Vollständige Angaben stehen unter http://fpjelinek.univie.ac.at oder Tel.: +43 1 4277 25501

Zu 7. Glückwünsche an Luise Pusch: Sie wurde im Januar 70 Jahre alt. Ich gratuliere ihr herzlich und danke für ihre wunderbaren Glossen, für ihre feministische Sprachkritik und ihre Bereitschaft, darin nicht locker zu lassen. Sie kennt sich aus mit berühmten Frauen, auch mit denen, die nicht im Rampenlicht standen und stehen, aber viel für uns Frauen getan haben. Im Internet findet ihr sie unter www.fembio.org

*Schwarzmond*
Sobald wir den abnehmenden Mond nicht mehr sehen können, ist Schwarzmond – Zeit, dann hat sich ein Mondzyklus vollendet. Nach gut 1 ½ Tagen haben wir vielleicht das Glück, die dünne Mondsichel des zunehmenden (Neu-) Monds zu erleben. Im Jahr 2014 gibt es bzgl. des Schwarzmonds zwei Besonderheiten. Sowohl im Januar wie im März gibt es jeweils zwei (2) Schwarzmonde, während der Februar ohne Schwarzmond bleibt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, dass ein Mondzyklus (Mondumlauf) mindestens 29 Tage umfasst, genau beträgt er 29,5306 Tage. Die älteste Aufzeichnung des Mondlaufs hat sich im Geißenklösterle bei Blaubeuren gefunden, wo wir in diesem Jahr unseren Besonderen Vortag erleben dürfen. Diese Aufzeichnung ist 33.000 Jahre alt, lese ich bei Gerda Weiler zum Thema Mond im „Aufrechten Gang der Menschenfrau“, Ffm, 1994, erschienen kurz nach ihrem Tod. Zum Thema Schwarzmond empfehle ich allen, die es noch nicht kennen, das Buch von Jutta Voss „Das Schwarzmond-Tabu – die kulturelle Bedeutung des weiblichen Zyklus“, Stuttgart 1988.

Ich freue mich über und danke für spannende Hinweise, Lob und freundliche Kritiken. Die Kraniche sind schon in großen Zügen aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt, davon haben viele die Matronenheiligtümer der Eifel überflogen. Ich wünsche allen einen schönen März.

Herzliche Grüße, Gudrun Nositschka

„Um Gleichberechtigung kann es daher meines Erachtens solange nicht gehen, wie damit gemeint ist, dass Frauen werden sollten, wie Männer schon sind“. Irene Fleiss in „Als alle Menschen Schwestern waren, Bd. 1, Rüsselsheim 2006

Rundbrief März 2014 (pdf)

Gudrun Nositschka


Frühlingsbotinnen