"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 01/März 2015
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Letztlich steht einem „Megatrend Frau“ im 21. Jahrhundert weltweit nicht der Terrorismus im Weg, sondern das gleiche System wie eh und je: das Patriarchat“.
Katrin Gottschalk, FR am 7./8. März zum Internationalen Frauentag 2015

Samstag, den 21. März 2015 (einige Stunden nach der Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 1. Informationsbrief im Jahr 2015

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Vorankündigung und herzliche Einladung zu unserer Tagung vom 25. -27. Sept. in Bonn.
    „Die Erbsündenlehre und ihre gesellschaftlichen Folgen“.
  2. Malina – Versteck der Sprache. Drei Forschungsarbeiten, gefördert von der
    Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.
    Unsere Bitte um Spenden im Birkengrün des Frühlings    

  3. Das Silber des Mondes – Wanderer am Himmel - Tag des Offenen Tores - Die Macht der Wilden Frau - Welt Labyrinthtag 2015 – „Clara und ich“ – Sommertage der Frauenspiritualität – Frauen in Bewegung - Kykladen – Feministische Avantgarde – Ich Mann. Du Frau. Buchhinweise, Ausstellungen, Führung, Performance, Spaziergang, Feiern u.v.m. in Zülpich, Wiesbaden, Karlsruhe, München, Hamburg, Freiburg, Charlottenberg, Darmstadt und Boldern/CH
  4. AVA – BUMERANG – MUTTERLANDBRIEFE – 1x Print, 2x Online matriarchale und patriarchatskritische Informationsblätter
  5. Steht die Gleichberechtigung zur Disposition? Revision des „Kopftuch“-Urteils
  6. Wir gratulieren: 25 Jahre Frauen helfen Frauen e.V. Euskirchen – Komponistinnen
    und ihr Werk in Kassel – 20 Jahre Frauenmusikfestival im Hunsrück

„Wenn eine Frau zur Realität durchdringt, lernt sie ihren Zorn kennen, und das heißt,
sie ist bereit zu handeln“.
Mary Daly, Philosophin, zitiert in der FR 7./8. März 2015

 

Zu 1. Vorankündigung und herzliche Einladung zu unserer

Tagung vom 25. -27. Sept., Bonn.
„Die Bedeutung der Erbsündenlehre und ihre gesellschaftlichen Folgen“.  
Zur Erhellung werden beitragen: Christa Mulack (theologische Entwicklung), Marit Rullmann (philosophische Entwicklung in der Antike), RA Irmela Amelung (Rückblick und Stand des patriarchalen Eherechts als Folge), Dr. Ute Kalender (Manipulation Erbgut, Leihmutter-schaft, Social-Freezing und ihre Folgen für Frauen/Mütter und Gesellschaft.
Das ausführliche Programm wird mit dem Zweiten Rundbrief Juni/Juli verschickt. Wir tagen erneut im Tagungs- und Gästehaus des CJD Bonn, das ausreichend Platz bietet. Preise: Übernachtungen incl. Frühstück im EZ pro Nacht 63,00€ , im DZ 45,00€. AB/Fr. und AB/Sa. je 12,20€ mit Tee und Tafelwasser, Mittagessen, Menü Sa. und So. je 12,90€, alle incl. Tafelwasser. Tagungspauschale 45,00€ incl. Kaffee, Tee und Gebäck am Samstagnachmittag.

Anmeldung und Fragen: Ab sofort tel. oder per Mail bei mir möglich. S. Briefkopf.

Am Sonntag findet dann die Jahresversammlung mit Wahlen statt.

„Die Frau muss das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist“.
Kirchenvater Ambrosius von Mailand (339  - 397)

Zu 2. Malina – Versteck der Sprache.
Drei Forschungsarbeiten, gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.

 

  1. Cover Sara-Friederike Blumenthal Scham in der schulischen SexualaufklärungScham in der schulischen Sexualaufklärung –
    Eine pädagogische Ethnographie
    des Gymnasialunterrichts. Diss. von Sara-Friederike Blumenthal, Wiesbaden 2014, 172 S., 34,99€. „Wenn Schülerinnen innerhalb eines Geschlechterarrangements agieren, in welchem neben Homo- Trans- und Intersexualität vor allem weibliche Sexualität gegenüber männlicher Sexualität tabuisiert und abgewertet wird, kann die geringere Unterrichtsbeteiligung der Schülerinnen in der Sexualaufklärung als Strategie der Schamvermeidung gelesen werden“. S. 155







  2. Cover Sandra Boihmane Maline - Versteck der Sprache Malina – Versteck der Sprache. Die Chiffre ‚Malina’ in Ingeborg Bachmanns Werk und Zeugnissen von ZeitzeugInnen. Diss. von Sandra Boihmane, Berlin 2014, 326 S., 28€
    „Vierzig Jahre nach Malina und im einundvierzigsten Todesjahr Ingeborg Bachmanns gilt noch immer: “Was aber möglich ist, in der Tat, ist Veränderung. Und die verändernde Wirkung, die von neuen Werken ausgeht, erzieht uns zu neuer Wahrnehmung, neuem Gefühl, neuem Bewusstsein“.“ S. 297






     
  3. Cover Sibylle Klemm Eine Amerikanerin in OstberlinEINE AMERIKANERIN IN OSTBERLIN. Edith Anderson und der andere  deutsch-amerikanische Kulturaustausch. Eine Biografie von Sibylle Klemm, Bielefeld 2015, 456 S., 39,99€. „Anderson versetzte ihre Umwelt über Systemgrenzen hinweg in produktive Unruhe und scheute sich nicht vor eigenständigen, radikal-kritischen und bisweilen widersprüchlichen Standpunkten – als Amerikanerin, Kommunistin, Jüdin und Feministin“. Zitat vom Rückcover.







     

  4. Birkengrün Ostara Zeit 2015

    Unsere Bitte um Spenden im Birkengrün des Frühlings  Die Förderung der Publikation von Forschungsergebnissen, die Unterstützung von vielfältigen feministischen Projekten der Frauen – und Mädchenarbeit beruht überwiegend auf die  Spendenbereitschaft der Personen im Postverteiler. Das finden wir großartig. Bitte weiter soJ Frauenforschung – Wir freuen uns über jede Spende und hoffen, dass sich auch Leserinnen und Leser angesprochen fühlen.

    Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung gilt auch schon der IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
    IBAN: DE 70  6305  0000  00036454  24    
    Bic.:  SOLADES1ULM (vom Ausland aus)
    Das geht noch:
    Kontonummer und Bankleitzahl: 3 645 424
    BLZ  630 500 00
    Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V. 
    Bitte Namen und Ort nicht vergessen. Danke.

„Die aus dem matriarchalen Erbe stammenden Texte sind unverbindliche Regeln, die dem praktischen Leben, der Erfahrung im Umgang mit Mensch und Natur, entnommen sind. Es sind Empfehlungen, niemals Gesetze. Sie betreffen meist den besonderen Fall, für den sie geschrieben worden sind. Sie beanspruchen niemals Allgemeingültigkeit. Die sittliche Verpflichtung der Menschen besteht darin, daß sie sich mit ihrer Umwelt zurechtfinden, daß sie nichts und niemanden schädigen. Die Weisheit ist das höchste Gut“.
Gerda Weiler: Das Matriarchat im Alten Israel, Stuttgart 1989, S. 313 (Sprüche)


Zu 3. Das Silber des Mondes – Wanderer am Himmel - Tag des Offenen Tores  - Die
Macht der Wilden Frau - Welt Labyrinthtag 2015 – „Clara und ich“ –
Sommertage der Frauenspiritualität – Frauen in Bewegung - Kykladen –
Feministische Avantgarde – Ich Mann. Du Frau.  

Buchhinweise, Ausstellungen, Führung, Performance, Spaziergang, Feiern u.v.m. in Zülpich, Wiesbaden, Karlsruhe, München, Hamburg, Freiburg, Charlottenberg, Darmstadt, Tübingen, und Boldern/CH  

  1. Cover Das Silber des Mondes„Das Silber des Mondes“ – Der Schmuck der Berberfrauen der Großen Kabylei/Algerien, Aurès, Sahara-Atlas und vom Gebiet der Tuareg. Die Sammlung Zanotti mit 463 Objekten (Abb. in Farbe) als Buch in DIN A 4 Format zusammengestellt, mit Erläuterungen in deutscher und französischer Sprache von der Ethnologin und Historikerin Malika Grasshoff (MAKILAM) und der Archäologin Helke Kammerer-Grothaus. 181 S., 29€ incl. Versand. Zu beziehen bei www.makilam.com







     
  2. Cover Wanderer am Himmel„Wanderer am Himmel“ – Die Welt der Planeten in Astronomie und Mythologie. Hg. Vera Zingsem, Thomas Römer (Physiker), Caryad (Zeichnerin) 339 S., 270 Abb., 29,99€.
    Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit sowie Zusammenschau der Vielfalt der europäischen und vorderasiatischen Mythologien.  Vera Zingsem liest und erzählt aus diesem Buch beim Festival des Buches in Tübingen am Sa., den 16. Mai um 13 Uhr im Stadtmuseum, Kornhausstr. 10, evtl. passend dazu die Geschichten von Demeter und Kore?






     
  3. Tag der Offenen Tores – „Vielfalt der Bildung“. Das Frauenbildungs- und Tagungs-haus in Zülpich-Lövenich, Prälat-Franken-Str. 22 lädt ein am Sa., den 9. Mai von 11-18 Uhr mit Seminar- und Schnupperangeboten für Frauen und Mädchen. Mehr Infos unter unter www.frauenbildungshaus-zuelpich.de
  4. „Die Macht der Wilden Frau“ – Waldspaziergang am 2. Mai von 12 – 15 Uhr, begleitet von Mythen, Märchen und Sagen, die von der Macht großer Göttinnen wie Holla, Hekate, Diana und Artemis berichten, erzählt von Frauen des Frauenmuseums Wiesbaden.
    Weitere Infos unter www.frauenmuseum-wiesbaden.de und Tel.: 0611/308 17 63 Sa. und So. 12 – 17 Uhr sowie Mi, Do von 10 – 17 Uhr.
  5. Welt Labyrinthtag 2015 – Am ersten Samstag im Mai, um 13 Uhr Ortszeit, versam-meln sich Menschen rund um den Globus in einem Labyrinth ihrer Wahl und feiern die Ver-bundenheit mit der Erde, auf der sie leben und miteinander teilen. Die Züricher Labyrinth-frauen treffen sich in Boldern um 12.15. Mehr Infos: www.labyrinthplatz.ch
  6. „Clara und ich“ – eine Präsentation am 25. April um 15 Uhr in Karlsruhe von Schülerinnen und Schülern, die sich mit Clara Immerwahr auseinandergesetzt haben, im Rahmen des Festivals „Frauenperspektiven“ über Arbeit und Leben. Am Clara-Immerwahr-Haber-Platz. Weitere Infos Rathaus und www.KARLSRUHE.DE/FRAUENPERSPEKTIVEN
  7. „Sommertage der Frauenspiritualität“ vom 3. – 5. Juli im Frauenlandhaus Charlottenberg. Ziriah Voigt, Team und Gastreferentinnen laden mit dem Motto ein: Forschen – Feiern – Frauenkräfte stärken. Ausführlich: www.frauenspirisommertage.de
  8. Frauen in Bewegung. Das Frauenmagazin MATHILDE aus Darmstadt bewegt uns wieder. Stellt u.a. Christel Göttert anlässlich ihrer Ehrung mit dem 1. Marga-Mayer-Gedenkpreis in Blaubeuren vor. Heft 134, Ausgabe Januar/Februar 2015 für 2,80€. Infos: www.mathilde-frauenzeitung.de
  9. Kykladen – Archäologische Ausstellung der Staatssammlung im Museum für Vor – und Frühgeschichte in München bis zum 7. Juli 2015. Rare und hochgeschätzte Exponate der frühesten europäischen Hochkultur – zumeist weibliche Figuren. Lerchenfeldstr. 2, Di – So. von 9.30 – 17 Uhr. www.archaeologie-bayern.de 
  10. Feministische Avantgarde der 1970er Jahre. Die Hamburger Kunsthalle zeigt die Sammlung VERBUND aus Wien bis zum 31. Mai. Glockengießerwall, 040 – 428 131 200
  11. Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten? Ausstellung in Freiburg im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5,  bis zum 17. Mai. Geöffnet
    Di – So. 10 – 17 Uhr. Infos: 0761 – 201 25 71. Führungen So. 12h, am 5. u. 19. April.  

 

Zu 4. AVA – BUMERANG – MUTTERLAND – 1x als Printausgabe, 2x Online Ausgaben
von neuen matriarchalen und patriarchatskritischen Informationsblättern  

  1. MUTTERLANDBRIEFE MatriaVal e.V. Onlineausgabe viermal im Jahr von Uscha Madeisky, Dagmar Margotsdotter und Daniela Parr. „Farbig, leicht, aufbauend und kommunikativ. Berichtet und erzählt wird u.a. von Matriarchaten weltweit und all den verschiedenartigen Aktivitäten, Matriarchales in unseren Alltag zu bringen und zu leben“.
    Die Onlinezeitung kann bestellt werden über mutterlandbriefe@web.de

  2. BUMERANG – Onlinezeitschrift für Patriarchatskritik. Hg. von FIPAZ – Forschungs-institut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen, Innsbruck. Redaktion: Dr. Ursula Schreiber, Dr. Irene Mariam Tazi-Preve, Prof. em. Claudia von Werlhof, MMag. Simone Woerer.
    www.fipaz.at
     Mail: BUMERANG@fipaz.at  Ausgabe 0, Febr. 2015.
  3. AVA – Zeitschrift für matriarchale Kultur und Politik. In Vorbereitung ist die zweite Serie einer matriarchalen Print-Zeitschrift. Redaktionsteam: Krista Köpp, Kerstin Pilop, Annette Rath-Beckmann, Ingrid Maria Bertram. Infos: KristaKoepp@gmx.net

zu 5. Steht die Gleichberechtigung zur Disposition? Revision des „Kopftuch“-Urteils
         
Beim Lesen des Urteils drängte sich mir der Verdacht auf, dass der Artikel des GG zur
          Gleichberechtigung – mühsam errungen durch die Mütter des Grundgesetzes - zur
          Disposition gestellt worden ist. Mein Leserinbrief sowie meine Ausführungen zur
          Bedeutung des Kopftuchs verschicke ich gern per Mail (s.oben) oder mit der Post

zu 6. Wir gratulieren: 25 Jahre Frauen helfen Frauen e.V. Euskirchen – Komponistinnen und ihr Werk in Kassel – 20 Jahre Frauenmusikfestival im Hunsrück

  1. 25 Jahre Frauen helfen Frauen e.V., Euskirchen. Sie feiern und lassen sich mit ihren drei Mut machenden Einrichtungen am 29. Mai den ganzen Tag feiern. WunderbarJ
    Mehr zur Arbeit und der Feier unter www.frauen-helfen-frauen.eu

  2. „25 Jahre Komponistinnen und ihr Werk und Christel Nies als Initiatorin“ in Kassel. Hinweis auf ein Konzert:
    Licht und Dunkelheit – Ankommen und Abschied. Ein Chorkonzert mit Werken von Komponistinnen am 28. Juni um 17 Uhr in der Christuskirche, Kassel. Infos:
    www.komponistinnen-konzerte.de

  3. „20 Jahre Frauenmusikfestival im Hunsrück“ – Ein Jubiläums- und Abschiedsfest vom 24. – 26. Juli 2015 in Sohrschied. Infos und Karten nur:
    www.frauenmusikfestival.de

„Nach wie vor  werden die Frauen als eine Gefahr angesehen, die es einzudämmen gilt, als Wesen mit subversiver Kraft, die man in der Defensive halten und ausschließen muss“.
Fatima Mernissi, marokkanische Soziologin und feministische Autorin, FR 7./8. März 2015

Ich freue mich über und danke für spannende Hinweise, Lob und freundliche Kritiken.

Bitte immer daran denken: Änderung eurer Adressen mitteilen.

Ich wünsche allen eine bunte und fröhliche Ostara Zeit

Herzliche Grüße 

Gudrun Nositschka

Rundbrief März 2015 (pdf)

Gudrun Nositschka


Birkengrün Oster-Ostara Zeit