"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 03/November 2016
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Ich brachte mir selbst bei, dass ich nach den Regeln dieses Jungsclubs spielen muss, um als Frau in dieser Industrie Erfolg zu haben. Je älter ich wurde, desto klarer wurde mir: Das ist Bullshit. Ab jetzt werde ich mir sexistische Kommentare nicht mehr gefallen lassen. Für mich ist Schluss mit Kompromissen.“ (Mila Kunis (33), Schauspielerin, in einem offe-nen Brief über den Sexismus in Hollywood). Zitiert im Kölner Stadt-Anzeiger 4. 11. 2016   

Samstag, den 12. November 2016 (Kranichrufe über Wachendorf)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,

ein herzliches Willkommen zum 3. Informationsbrief im Jahr 2016  

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet

  1. Ehrung von Annette Kuhn mit dem Marga-Mayer-Gedächtnispreis für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016 in Bonn  - anlässlich der Jahresversammlung am 4. Nov
  2. „Warum Frauen Berge besteigen sollten“ - FeministischeFrauenforschung, Film, Performance und Kunstausstellung gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.

    Unsere Bitte um Spenden im Blättergelb des Spätherbstes     

  3. Mädchen in Sicht -  Radelnde Frauen – Die Dinge beim Namen nennen – Matriarchat heute und Morgen – Frau Holle Fest – MatriaCon – Glaubt mir, ich bin an einem sicheren Ort – Von Isis bis Ursula    
    Ausstellungen, Vorträge, Film, Fest, Bildung  in Bonn, Wiesbaden, Germering, Hamburg, Köln, Bad Oldesloe, Frankfurt/Main, Hübingen/Westerwald
  4. Annette Kuhn - Mathilde – Bumerang – Mutterlandbriefe – Virginia Herbst 2016
  5. Glückwünsche: 20 Jahre Frauenhaus Stormarn in Schleswig-Holstein   
  6. Vormerken: Unsere Tagung 2017 in Berlin „Das Patriarchat hinter uns lassen“.

„ Annette Kuhn plant (nach ihrer Emeritierung und der Auflösung des frauengeschichtlichen Lehrstuhls) ein freies wissenschaftliches Leben. Frauengeschichte will sie nun so denken und entwickeln, wie sie es sich immer vorgestellt hat: als identitätsstiftend, als eigenständige wis-senschaftliche Disziplin und in Form eines frauengeschichtlichen Begegnungsraumes, der die Frauen in der Geschichte aus ihrer Unsichtbarkeit herausholt, in den Mittelpunkt stellt und der die Beziehungen zwischen Einzelpersönlichkeiten und patriarchalen und matriarchalen Strukturen offenlegt. Mit der Frauengeschichte – so ihr Credo – kann eine reale, anti – patriarchale Kultur begründet werden.“ (Barbara Degen: Annette Kuhn, S. 81, Berlin 2016.

Zu 1.
Ehrung von Annette Kuhn mit dem Marga-Mayer-Gedächtnispreis für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016 in Bonn - sowie Einladung JV am 4. Dez.

Zu 2.
„Warum Frauen Berge besteigen sollten“ - FeministischeFrauenforschung, Film, Performance und Kunstausstellung gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer / Ihrer Spenden.

        
  1. Cover Sisters Cyborgs Drags - Kirstin Merlitsch

    SISTERS CYBORGS DRAGS – Das Denken in Begriffspersonen der Gender Studies Kirstin Merlitsch, Transcript Verlag Bielefeld, 2016, 276 S., 34,99€.
    „Die Schwesternschaft, die als geschlossener <Raum-Körper> z.B. als <global sisterhood> oder als <Frauen-Raum> empfunden wir, impliziert das Gefühl schwesterlicher Nähe, weltweiter Frauensolidarität sowie das Gefühl, als ein einziger Organismus zu funktionieren und zu spüren. Der Satz von Audre Lordé <Ich bin nicht frei, solange eine einzige Frau
    unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Ketten trägt als ich> beinhaltet die Vorstellung, zu einem einheitlichen, großen Ganzen zu gehören… Trotzdem kann die Schwesternschaft nicht als Kollektivkörper interpretiert werden…“
    S. 238

     


  2. Cover Afro-karibische Glaubensfeste - Martina Urioste-Buschmann

    Afro-karibische Glaubensfeste im antillanischen Gegenwartsroman
    Gesellschaftskritisch Inszenierungen zwischen kulturanthropologischer Perspektive und spiritueller Entgrenzungserfahrung. Martina Urioste-Buschmann, edition tranvia, Verlag Walter Frey, Berlin, 2016, 387 S., 29,80€. „Die Verweise (der Erzählstimme) machen im Roman eine epochen – und raumübergreifende Kontinuität geschlechtlicher und religiöser Unterdrückung denkbar, die auf beiden Seiten des Atlantiks vorherrscht. Das Phänomen der Hexenverfolgung wird … auf die Situation kubanischer Sklavinnen übertragen… Die afro-kubanische Priesterin wird… als Schutzherrin der inquisitorisch verfolgten Frauen dargestellt. S. 174


  3. Cover DVD Warum Frauen Berge besteigen sollten Gerda Lerner

    Warum Frauen Berge besteigen sollten – Eine Reise durch das Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner. Feministische Historikerin und soziale Reformerin. Ein Film von Renata Keller. Der Film geht der Frage nach: „Wie kann uns das Wissen über unsere eigene Geschichte dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten?“ Und fragt ebenso: „Wo stehen die Frauen heute? Und was ist der nächste Schritt?“  Der Film wird am 3. Dez. um 17 h in Anwesenheit der Filmemacherin gezeigt und lag zum Kauf aus.






  4. Frauen + Fiktion  LUST – Eine Performance über sexuelle Biographien und unerhörte erotische Phantasien von Frauen. Eine Arbeit von Anja Kerschkewicz & Anja Kessler. Am 18./19./ und 20. Nov. Lichthof Theater, Mendelsohnstr. 15, Hamburg. Tel.: 040/855 00 840

  5. Anna spinnt! – Interdisziplinäres Kunstprojekt der Künstlerinnengruppe KeinKeim mit Melitta Bubalo, Doris Konradi, Malin Kundi, Dorissa Lem, Natascha Würzbach. Ausstellung zum Projekt bis 5. Feb. 2017 (Finissage) im KunstRaum Dorissa Lem, Köln,
    Geisselstr. 56 – Hinterhaus – Öffnungszeiten mittwochs 16 – 19 Uhr und nach Absprache, Tel.: 0221 – 49 59 99.

       

Unsere Bitte um Spenden im Blättergelb des Spätherbstes 
Nur dank eurer/Ihrer Spenden wird feministische/matriarchale Frauenforschung sichtbar


Zu 3.
Mädchen in Sicht -  Radelnde Frauen – Die Dinge beim Namen nennen – Matriarchat heute und Morgen – Frau Holle Fest – MatriaCon – Glaubt mir, ich bin an einem sicheren Ort – Feministische Gedanken zur Frauengeschichte – von Isis und Ursula   
Ausstellungen, Vorträge, Film, Fest, Bildung  in Bonn, Wiesbaden, Germering, Hamburg, Köln, Bad Oldesloe, Frankfurt/Main, Hübingen/Westerwald

  1. Mädchen in Sicht – Zukunft im Hafen. Film und Diskussion mit Elisabeth v. Dücker www.frauenfreiluftgalerie.de am Mi. 28. Nov., 19 Uhr, GEW, Rothenbaumchaussee 15, Curiohaus, Hamburg. Eintritt frei. Der Film zeigt die Entstehung des 14. Wandbilds  an der Großen Elbstraße Hamburg durch neun Mädchen, die den Stereotyp „Frauenarbeit – Männerarbeit“ hinterfragt haben und zu einer eigenen Darstellungsform gelangt sind.

  2. Cyclomania – Radelnde Frauen. Ausstellung bis 19. Okt. 2017 im Frauenmuseum Wiesbaden, Wörthstr. 5. Tel.: 0611 – 308 17 63, www.frauenmuseum-wiesbaden.de
    Geöffnet: Mi,Do 10-17 h, Sa. So 12 – 17h, Pause: 14. Dez. bis 8. Jan. 2017
    „Von Anfang an gab es große Diskussionen um das Damenradfahren hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das leibliche und geistige Wohl der Frauen.“

  3. Die Dinge beim Namen nennen – Ausstellung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – gestaltet von syrischen Künstlerinnen - 25. Nov. – 11. Dez. 2016
    Frauenmuseum Bonn,  Im Krausfeld 10. Tel.: 0228 – 69 13 44, www.frauenmuseum.de
    Geöffnet: Di – Sa 14 – 18 Uhr, So. 11 – 18 Uhr

  4. Matriarchat heute und morgen. Die Bedeutung der modernen Matriarchatsforschung für neue Gesellschaftsformen. Vortrag und Workshop mit Heide Göttner-Abendroth am 19. Nov. von 16 – 20.30Uhr in der Stadthalle Germering (PLZ 82110), Landsberger Str. 39. Organisation: Claudia Vivian Hemm, Tel. für Karten: 089/ 85 796 244 

  5. Frau Holle Fest - Poly Thea e.V. lädt ein vom 30. Dez. 17h bis 1. Januar 15 h ins Familienferiendorf Hübingen/Westerwald mit dem Motto „Spinnen und Weben“. Sechs ReferentInnen gestalten drei Tage und Nächte. Anmeldung und Auskünfte tel. oder Mail bei Mechthild Schmitt, Tel.: 07071/9208377 o. mechthild.s.schmitt@gmx.de  www.polythea.com  

  6. MatriaCon – Internationale Schule für matriarchales Bewusstsein. Matriarchale Bildung für Frauen und Männer. Zehn Wochenendtermine in 2017 beginnend am 18. und 19. März. Lehrende: Uscha Madeisky, Dagmar Margotsdotter, Daniela Parr, Li Shalima und Ricarda Scherzer. Außerdem fünf Gastlehrende sowie indigene Vertreterinnen und Siegrun Laurent als Ehrengast. Infos bei Uscha Madeisky 069 – 95 50 70 31, info@matriacon.net  Bei unserer JV am 3. und 4. Dez. liegen Infoblätter aus

  7. „Glaubt mir, ich bin an einem sicheren Ort“ – Fotografien aus dem Frauenhaus Stormarn, ausgestellt im Bella Donna Haus, 23843 Bad Oldesloe, Bahnhofstr. 12, bis zum 30. Nov. 2016. Geöffnet Mo – Fr 10 – 18 Uhr. Tel.: 04531 – 86772. Eine Ausstellung zum 20 – jährigen Bestehen des Frauenhauses. www.frauenhelfenfrauenstormarn.de
  8. Von Isis bis Ursula – Göttinnen und weibliche Heilige. Eine Führung vom Kölner Frauengeschichtsverein am So. 11. Dez. ab 15 Uhr. Treffpunkt: St. Ursula am Ursulaplatz. Kosten 11€. Tel.: 0221 – 24 82 65, www.frauengeschichtsverein.de


Zu 4.
Annette Kuhn - Mathilde – Bumerang – Mutterlandbriefe – Virginia Herbst 2016
  

  1. Cover Biographie Annette Kuhn - Barbara DegenAnnette Kuhn – Historikerin, Friedens- und Frauengeschichtsforscherin – eine Biographie von Barbara Degen, in der Reihe „Jüdische Miniaturen“ Berlin 2016, 95 S., 9,90€. Hinweis: Das Taschenbuch lag bei der Ehrung Annette Kuhns am 3. Nov. in Bonn vor.

  2. MATHILDE – Grau in vielen Schattierungen …vom grauen Alltag zu „grau ist great“ Heft 145, Ausgabe Nov./Dez. 2016, Darmstadt, 42 S., teils farbig, 2,80€. Tel.: 06151/537937

  3. BUMERANG 2 – Herbst 2016 ist online: www.fipaz.at. Thema: Natur im Patriarchat Erhellende Beiträge auf Deutsch, Beiträge in weiteren Sprachen kann ich nicht beurteilen.

  4. Mutterlandbrief Nr. 8 (Winter) ist ab 1. Dez. online: www.mutterlandbriefe.de
    Themen: „An – kel“ und „Göttinnen“.

  5. Virginia – Frauen Buch Kritik, Herbst 2016. Liegt bei der JV zum Mitnehmen aus ☺ 


Zu 5.
Glückwünsche: 20 Jahre Frauenhaus Stormarn in Schleswig-Holstein  
Siehe Ausstellungshinweis unter 3 g: „Glaubt mir, ich bin an einem sicheren Ort“

Zu 6.
Bitte vormerken: Unsere Tagung 2017 in Berlin   

„Das Patriarchat hinter uns lassen“.  
Die drei TTT stehen fest: Termin 29. Sept. bis 1. Oktober 2017. Tagungsstätte:
ver.di – Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg in Berlin, Am Großen Wannsee.
Tagungsthema: „Das Patriarchat hinter uns lassen“ – Matriarchale/Feministische Ansätze.

„Wenn die Frau als Subjekt in der Kultur handelt, wird das Recht fordern, Maßstäbe zu setzen, die an ihren Lebenszusammenhängen gemessen werden.Sie wird einen grundlegenden Paradigmawechsel bewirken. Das befreite Bewusstsein der Frauen ist die Kraft, die den Sprung in eine metapatriarchale Zukunft vorbereiten und erleichtern wird“. (Gerda Weiler in „Ich brauche die Göttin“, 1997)

Einladung zur JV 2016 am 4. Dez. mit dem Besonderen Vortag am 3.Dez.
CJD Tagungs- und Gästehaus, Graurheindorfer Str. 149  
Ehrung von Annette Kuhn mit dem  Marga-Mayer-Gedächtnispreis für ihr Lebenswerk am 3. Dez. 2016

Ablauf:
Anreise      am 3. 12. – falls schon einen Tag früher wg. ggf. zusätzlicher Übernachtung
                   unbedingt bei mir anrufen.
14 – 15.30  Führung zu bedeutenden Frauen der Geschichte durch Mitarbeiterinnen des 
                   Hauses der Frauengeschichte Bonn www.hdfg.de              
16 – 16.30  Kaffee & Kuchen im Tagungshaus
17 – 18.30  Filmvorführung „Warum Frauen Berge besteigen sollten“ von Renate Keller   
                   Leben und Wirken der Historikerin Gerda Lerner mit ihrem letzten Interview.
                   Die Filmemacherin ist anwesend und beantwortet gerne unsere Fragen☺  Danach       kalt-warmes Abendbuffet mit Tee und Tafelwasser
20h – offen Ehrung der Preisträgerin Annette Kuhn. Die Laudatio hält Dr. Uta c. Schmidt  
                    - FRAUENruhrGESCHICHTE. Das Drum und Dran gehört uns allen.

4. Dezember                  
bis 9 Uhr     Frühstück

9.30 Uhr      Beginn der Jahresversammlung 2016
                    mit Berichten der Vorsitzenden und Schatzmeisterin sowie Bekanntgabe einer
                    erforderlichen Satzungsänderung lt. Stiftungsgesetz des Landes NRW 2015 -
                    dazu siehe Textbeilage
                    Diskussion und Überlegungen zur Gestaltung der Tagung 2017

                                      

12.00          Mittagessen mit Suppe, Salatbuffet, Auswahl zwischen zwei Hauptgerichten,
                   eines davon vegetarisch, Dessert, Tischwasser.

Kosten für Übernachtungen, Essen und Teilnahmebeitrag
                  
                   Ü im DZ incl. Frühstück pro Person und Nacht 48,00€ 
                   Ü im EZ incl. Frühstück pro Nacht 65,00€
                   Mittagessen 12,90€; Kaffe & Kuchen 4,90€; Abendessen 10,90€
                   Teilnahmebetrag 20€

Kurzentschlossene bitte per Mail oder Telefon rasch bei mir anmelden, ebenso die Kosten mit Vermerk: JV 2016 überweisen.
Christel Göttert hat zugesagt, wieder einen Büchertisch zu präsentieren. Danke.
Dort können auch Bücher von TeilnehmerInnen angeboten werden.  
 
Ich wünsche allen, die nicht kommen können, eine schöne Winterzeit samt Wintersonnen- wende, Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2017.
Allen, die kommen, wünsche ich eine gute Reise.

Herzliche Grüße                                                                                  Gudrun Nositschka

 

Rundbrief November 2016 (pdf)

 

Sommerrot Juli 2016