"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr 03/2011
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

 


"Es muss die Erkenntnis reifen, dass wir die Natur nicht beherrschen dürfen. Wir haben unsere Umwelt so tiefgreifend verändert und zerstört, dass es schwerfallen wird, ihre Ordnungen neu zu entdecken und uns ihnen anzupassen... Die Evolution in die Zukunft ist ein Prozess, bei dem alle kreativen Kräfte gemeinsam angespannt arbeiten müssen. Erst aus einem Chaos verzweigter Ideen kann sich eine neue Ordnung bilden, in der die Hoffnung auf überleben beschlossen liegt."
Gerda Weiler: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994

 

Montag, den 19. September 2011 (auf dem Weg zur Herbst- Tag- und Nachtgleiche)


Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 3.Informationsbrief im Jahr 2011



Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

 

» 1. "Bleibe unerschrocken" Hinweise zu unserer Tagung in Göttingen
- rund um Gerda Weilers Werk. -  vom 21. - 23. Oktober 2011

» 2. Die Symbolische Mutter in Ordnung bringen
drei Forschungsarbeiten und vier Projekte, gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden. (Eine Bitte um Spenden im herbstlichen Rot) und ein weiteres Dankeschön

» 3. Bekanntgabe von neuen Strukturen vom Einreichen bis zur Entscheidung von Förderungsanträgen

» 4. FRAUEN, DIE BEWEGEN:
Ausstellungen, Seminare, Vorträge und Ideen in Hittisau/Österreich, Mannheim, Köln, Zülpich, Charlottenberg, Troisdorf sowie ein Kongress in Berlin.

» 5. Erinnerung: Neuer Studiengang ALMA MATER Akademie
März 2012

» 6. Vorankündigungen: The BIG SIN - Die Lust zum Sündigen
Mary Daly und ihr Werk von Eveline Ratzel sowie Kriegswaffe Planet Erde von Rosalie Bertell

"Ich habe eine Vision: ... Überwindung des Patriarchats unter Verwendung der Erkenntnisse, die wir über Matriarchate gewonnen haben - also ein Aufbau von etwas völlig Neuem. Nicht der patriarchale Pfeil und nicht der matriarchale Kreis sind unsere Chance, sondern die Welle, die Spirale, das Labyrinth."
Irene Fleiss: Als alle Menschen Schwestern waren, Bd. 1, Rüsselsheim, 2006


Zu 1. "Bleibe unerschrocken" Hinweise zu unserer Tagung in Göttingen

- rund um Gerda Weilers Werk. - vom 21. - 23. Oktober 2011
Das Interesse ist wie bei allen bisherigen Tagungen unserer Stiftung erfreulich. Ich bitte nun alle Personen, die sich angemeldet haben, auch bald die Tagungsgebühr und Verpflegungskosten einzuzahlen. Da der Tagungsraum nicht mehr als 100 Personen fasst, bitte ich alle Frauen und Männer, die sich noch kurzfristig entschließen, teilnehmen zu wollen, vorher bei mir anzurufen unter 02256/7286. Danke. Korrektur von kleinen Unachtsamkeiten: Viele haben es bemerkt: Der 3. Tagungstag ist Sonntag, der 23. Oktober. Wurde auf der Webseite korrigiert. Und unsere Referentin aus Kreta heißt: Solveigh Kötter. Es fehlt das R.

Zu 2. Die Symbolische Mutter in Ordnung bringen
zwei Forschungsarbeiten und vier Projekte, gefördert von der Gerda-Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden. (Eine Bitte um Spenden im herbstlichen Rot) und ein Extra-Dankeschön

Reinheit und Vermischung

a. Reinheit und Vermischung

Literarisch-kulturelle Entwürfe von „Rasse“ und Sexualität (1900 - 1930), Dissertation von Eva Blome, Böhlau Verlag Köln 2011, 354 S., € 44,90

wirtschaftliche Macht

b. Von wirtschaftlicher Macht und militärischer Stärke

Neun Beiträge von der Urgeschichte bis zur Antike aus der archäologischen Geschlechterforschung (feministische Archäologie).  9. Band der Femarc – Edition, Hg. Jana Esther Fries und  Ulrike Rambuscheck. Waxmann Verlag, Münster 2011, 234 S., 19,90€.  www.femarc.de

symbolische Mutter

c. "die SYMBOLISCHE MUTTER in ORDNUNG bringen"

ein Labyrinth Film-Vortrag von Li Shalima. DVD ca. 60 Minuten bei tomult&töchter, Ffm, 2011. Erhältlich unter lishalima@web.de, http://www.atelier-lishalima.de/ sowie Christel-Göttert-Verlag, auch Göttingen, Büchertisch. Eine spannende künstlerische, feminstisch – matriarchale Forschungsarbeit. DVD 20€

Labyrinth

d. Erzähl mir Labyrinth

Frauenkultur im öffentlichen Raum. Eine Dokumentation und Feier 20 Jahre Labyrinthplatz Zürich. Beiträge von Ursula Knecht, Zita Küng, Agnes Barmettler, Rosmarie Schmid, Caroline Krüger, Regula Farner, Katharina Morf. Rüsselsheim, 2011  
Herzlichen Glückwünsch nach Zürich. Wir freuen uns mit euch!


e. Das Machtwort der Großmütter

Ausgerufen auf dem Internationalen Goddess Kongress auf dem Hambacher Schloss 2010. DVD, Ffm, 2011 15. Min., 10,00€. Weitere Infos unter www.ratdergrossmuetter.org

demeter

f. Demeter - Balance

Zeitschrift für matriarchale Werte, Heft Nr. 16, Sept. 2011, 7,00€. Zu beziehen bei matriaval@schwerin.de und auf dem Büchertisch in Göttingen.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass die eigentliche Währung des Lebens das Leben selbst ist".

Aus dem Beitrag des Heftes S. 9 - 12 "Wie Geld Armut schafft" von Vandana Shiva.

Frau Sein

g. "Frau Sein" Frauenpower im Putjatinhaus

Vorträge, Theater, Diskussionen vom 22. 9. - 25. Nov. 2011 in Dresden, Meußlitzer Str. 83. Infos unter www.putjatinhaus.de  Programm „Frau Sein“ und Tel.: 0351/2011906.


Diese vielfältigen Förderungen sind nur möglich dank eurer/Ihrer Spenden. Wir freuen uns über jede Zuwendung, auch für Portokosten. Anbei unsere Bitte im herbstlichen ROT.


Frauenforschung – Eine Bitte in Herbstrot um Spenden oder Förderbeitrag.
Unsere Stiftung lebt vom Engagement vieler Frauen und Männer, die fast alle keine Reichtümer besitzen. Wir freuen uns über jede Spende und hoffen, dass sich möglichst viele der 893 Personen in unserem Verteiler angesprochen fühlen, auch die geförderten Frauen.  
Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung außerhalb Deutschlands benötigen Sie den IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
Bei Überweisungen legen Sie diese Nummer bitte Ihrer Bank vor.
IBAN: DE 70  6305  0000  00036454  24     Swift – Bic.:  SOLADE  S1ULM
Hier Kontonummer und Bankleitzahl: 3 645 424 ; BLZ  630 500 00
Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung e.V.  Bitte euren Namen und Ort nicht vergessen.

Eine Überraschung bescherte uns die Erika Wisselinck Nachlass gGmbH. Unsere Stiftung hatte die Nachlassverwaltung gefördert, so dass das Buch „Wir dachten alles neu“ – Die Feministin Erika Wisselinck und ihre Zeit von Gabriele Meixner erarbeitet und veröffentlicht werden konnte. (Christel-Göttert-Verlag, 2009, 19,80€.) Nach Ordnung des Nachlasses wurde bei uns angefragt, ob unsere Förderung auch zurückgespendet werden dürfte. Aber gerne. Unsere Freude ist doppelt: Das Buch ist auf dem Markt und die Gerda-Weiler-Stiftung hat eine Spende erhalten, um weitere feministische Forschungsarbeiten und Projekte zu fördern. Danke schön:-)

Zu 3: Bekanntgabe von neuen Strukturen vom Einreichen bis zur Entscheidung von Förderungsanträgen

Auf unserer Vorstandssitzung vom 2. Sept. 2011 in Karlsruhe legten wir eine für alle Beteiligten eindeutige Struktur von der Einreichung über die Entscheidung  bis zur Verschickung des Förderungsbescheids fest, die auch in den Förderungskriterien stehen soll. Pro Jahr gibt es ab sofort vier Stichtage für die Einreichung von Anträgen:  1. Februar; 1. Mai; 1. August und 1. November. Die Überlegungs- und Beratungsdauer mit anschließender Abstimmung der Vorstandsfrauen beträgt vier Wochen. Unmittelbar danach werden die Antragstellerinnen durch die Vorsitzende verständigt (per Mail, dann brieflich). 

                                                     

Zu 4: FRAUEN, DIE BEWEGEN:
Ausstellungen, Seminare, Vorträge in Hittisau/Österreich, Mannheim, Köln, Zülpich, Charlottenberg, Troisdorf sowie ein Kongress in Berlin. 


a. Feste.

Kämpfe – 100 Jahre Frauentag in Österreich. Das Frauenmuseum Hittisau, Vorarlberg, feiert von  Sept. 2011 bis 11. März 2012 die damaligen und heutigen Frauen und ihre Tatkraft mit einer  Ausstellung, Workshops und Diskussionen. Ausführliches Programm unter www.frauenmuseum.at, Tel.:  +43 (0)5513 6209 30

 

b. Tabubruch und Subversion. Rebellische Künstlerinnen in der DDR
in der Ausstellung „Entdeckt“ in der Kunsthalle Mannheim noch bis zum 9. Oktober 2011. Infos unter  www.kunsthalle-mannheim.eu

c. Beginen Köln e.V.
lädt ein zum Frühstück für Interessentinnen am Wohnprojekt Beginenhof. Individuelles Leben in einer Frauengemeinschaft. Jeden zweiten Sonntag im Monat um 11 Uhr,  der Markmannsgasse 7. Brot, Butter und Getränke sind vorhanden, ansonsten kann jede etwas  mitbringen. Anmeldung tel. 0221-9655820 oder per Mail info@beginen.de; www.beginen.de


d. vor Ort
– Das Ausstellungsprojekt von Dorissa Lem und Maria – Anna Nordiek fokussiert lebendige weibliche Präsenz in der Gegenwart – in ihrer Potenz, aber auch in ihren Verstörungen. Vernissage am 6. Nov. mit dem A-capella-Quartett SchalluSie. Ort: Köln, Stolbergerstr. 380.  Infos unter www.dorissalem-skulptur.de; Tel.: 0221/495999


e. Tagung im Frauenbildungshaus Zülpich vom 11. 11., 19 h  – 13. 11. 2011, 15 Uhr zum Thema: Feministische Trauer – und Gedenkkulturen mit Gabriele Meixner, Irmgard Häussermann, Ursula Breitbach, Mechthild Nagel, Irene Franken, Elke Böttcher, Christine Nicolay, Die Barke, Die Fährfrauen, Eva Stegmann, Lisa Höflin. Ausführliche Infos unter: www.frauenbildungshaus-zuelpich.de; Tel.: 02252-6577 Mo-So 10 h – 13.30 Uhr


f. Ich sing meinen Tanz – Ich tanze mein Lied.
Choreographien und Lieder von Ziriah und Arunga Heiden vom 11. bis 13. Nov. im Frauenlandhaus Charlottenberg/Westerwald.  Tel.: 06439/7531, www.frauenlandhaus.de 


g. Uns Frauen eine Stimme geben oder: Brauchen wir den Feminismus noch?
Vortrag und Gespräch mit der Linguistin Prof. Dr. Senta Trömel-Plötz  am 21. Okt. 2011,  20 Uhr in der ev. Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastr. 1 rechtsrheinisch in der Nähe von  Bonn.  Infos und Karten unter www.evangelischtroisdorf.de 


h. Kongress von TERRE DES FEMMES in Berlin am 29. Okt. 2011  zum Thema: Mädchenrechte stärken - weltweit zu vier parallelen Podien: Bildung; Gewalt im Namen  der Ehre/Zwangsheirat; Jungfräulichkeit; Weibliche Genitalverstümmelung. Ort: Logenhaus Berlin, Emser Str. 12-13, Berlin-Charlottenberg. Weitere Infos: www.frauenrechte.de/kongress 
Tel.: 030-40 50 46 99 – 12 , Büro Brunnenstr. 128 in 13355 Berlin. 

Wir beglückwünschen TERRE DES FEMMES zum 30 jährigen Bestehen.


Zu 5. Erinnerung: Neuer Studiengang ALMA MATER Akademie
Neuer Studiengang ALMA MATER Akademie für Kultur-Ethik- Religion -Spiritualität zur „Feministisch-matriarchale Kulturreferentin und Jahreskreis – Ritual – Leiterin“. Beginn 15. März 2012. Print-Ausschreibung bitte anfordern: ALMA MATER Akademie, Erzberger Str. 30, 76133 Karlsruhe, Tel.: 0721 – 79 188 72 , Mail: almamaterakademie(at)yahoo.de; www.alma-mater-akademie.de


Zu 6. Vorankündigungen:

a. The BIG SIN - Die Lust zum Sündigen
Mary Daly und ihr Werk von Eveline Ratzel verwirklicht mit Andrea Keller sowie


b. Kriegswaffe Planet Erde von Rosalie Bertell unter großem Einsatz von Claudia v. Werlhof 


Zu a. Das Buch enthält Kernthesen zum Werk „Reine Lust“ und Stimmen und Nachrufe von Freundinnen, Weggefährtinnen, Schülerinnen und KritikerInnen aus dem englischsprachigen Raum sowie aus Deutschland und Österreich. Eine lustvolle Begegnung mit einer radikal – feministischen Denkerin, eine spannende Zeitreise und ein anregender Einstieg in ihr großes Werk. Gesponsert von einer langjährigen Organisatorin. Deshalb bei 280 S. nur 17,00 €. Bald im Christel-Göttert-Verlag und auf dem Büchertisch in Göttingen.
b.
Das von uns geförderte Buch „Kriegswaffe Planet Erde“ kann mit einer Vergünstigung von 25% beim Verlag vorbestellt werden. Wie? Antworten bei mir und Claudia von Werlhof.

"Die mangelnde Heranziehung von Frauen in öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist doch schlicht Verfassungsbruch in Permanenz!"

Elisabeth Selbert, 1981. Eine der vier Mütter des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland) Sie wäre am 22. Sept. 115 Jahre alt geworden. Gefunden bei Luise Pusch unter www.fembio.org

Ob die Partei der Piraten in Berlin nur von (jungen) Männern gewählt worden ist? In meinem letzten Brief an Gerda Weiler am 15. Sept. 1994 (Veröffentlicht in „Bleibe unerschrocken“, 1996) berichtete ich ihr von einem Radiovortrag, in dem ein Referent empfahl, dass Männer und Frauen getrennt ihre KandidatInnen aufstellen sollten, also Männer wählen Männer, Frauen Frauen, um sicherzustellen, dass männliche und weibliche Denkweisen gleichermaßen stark in Gemeinderäten bis zum Bundestag vertreten sind. Er fragte sich selber, welches Parlament bereit wäre, dieses Verfahren durchzusetzen!? - 

Ich danke für spannende Hinweise, Lob und freundliche Kritiken.

Schöne Herbstfeste und herzliche Grüße,

Gudrun Nositschka


Herbst